SPD nominierte Andreas Siebert – Gegenkandidat Stefan Denn (Zierenberg) blieb chancenlos

Niestetals Bügermeister Siebert soll Vizelandrat werden

+
Entspannte Gesichter nach der Wahl (von links): Landrat Uwe Schmidt, designierter Vizelandrat Andreas Siebert und die zukünftige LWV-Direktorin Susanne Selbert.

Kreis Kassel/Ahnatal. Wenn es nach dem Willen der 125 Delegierten des SPD-Unterbezirks Kassel-Land geht, könnte Andreas Siebert (47), Bürgermeister der Gemeinde Niestetal, im Frühjahr zum Ersten hauptamtlichen Beigeordneten und damit zum Vizelandrat gewählt werden.

Er könnte dann die Nachfolge von Susanne Selbert antreten, die Anfang Dezember zur neuen Direktorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV) gewählt wurde. Das letzte Wort hat aber der Kreistag.

In geheimer Abstimmung erhielt Siebert 67,7 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat Stefan Denn, Bürgermeister in Zierenberg, der seinen Hut als Kandidaten Ende September selbst in den Ring geworfen hatte, blieb damit erfolglos.

Unterbezirksvorsitzender Timon Gremmels (MdB) eröffnete die Delegiertenversammlung im Bürgerhaus Ahnatal und erläuterte zu Beginn, warum sich die aus sechs Personen bestehende Findungskommission von den fünf eingereichten Bewerbungen letztlich für Siebert entschieden hat. „Es war wichtig, einen Kandidaten zu finden, der über die geeignete Kompetenz und Erfahrung verfügt, um eine effiziente Verwaltung zu führen“, erklärte er und führt weiter aus: „2021 wird Uwe Schmidt zur Landratswahl nicht mehr antreten. Wir müssen in die Zukunft schauen und brauchen für diese Wahl den besten Kandidaten. Wir schlagen Andreas Siebert mit gutem Gewissen vor“.

In einer kämpferischen Rede mit symbolisch hochgekrempelten Ärmeln und viel Bewegungsdrang versuchte Gegenkandidat Stefan Denn die Delegierten von sich zu überzeugen. „Ich bin ein Kind des Landkreises und kenne die Sorgen und Nöte der Menschen“, erklärte er. „Mir ist es wichtig, infrastrukturelle Ungleichgewichte im Landkreis auszugleichen. Wir dürfen uns nicht an Missstände gewöhnen“. Für ihn gelte es, Vizelandrat zu werden, ohne sich Optionen offen zu halten.

Andreas Siebert legte den Delegierten die Einzelheiten seines Lebenslaufes und seiner bisherigen politischen Erfahrungen schriftlich vor. Sichtlich angespannt und konzentriert stand er hinter dem Rednerpult und würdigte die bisherigen Leistungen des Landkreises. „Wir haben viel erreicht, aber es gibt immer noch zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Darum müssen wir uns verstärkt kümmern“, appellierte er. Aber auch der Breitbandausbau, die Kinderbetreuung und die bessere Versorgung von Pflegebedürftigen lägen ihm am Herzen.

Zu den ersten Gratulanten nach der Wahl Sieberts gehörte Susanne Selbert, die ihrem designierten Nachfolger viel Glück und Erfolg wünschte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.