Fahrzeuge müssen vor Fahrt bestellt werden

NVV stellt Angebot im nördlichen Altkreis um: Sammel-Taxen ersetzen Busse

Vellmar/Ahnatal/Fuldatal. Bei Anruf kommt das Sammel-Taxi: Ab dem 14. Dezember ändern sich die Fahrpläne einiger Buslinien im nördlichen Altkreis. Für die Linien 43 und 49 bedeutet das, dass nicht mehr nur Busse, sondern auch Anrufsammel-Taxen (AST) eingesetzt werden.

Der Nordhessische Verkehrsbund (NVV) begründet diesen Schritt in einer Mitteilung mit zu wenig Fahrgästen auf den Strecken.

So entfällt die Linie 43 zwischen Vellmar - Herkules EKZ - Vellmar - Frommershausen - Simmershausen, die bisher eine Stadtbuslinie war, komplett. Stattdessen werden die Haltestellen Huteweg, Schöne Aussicht und Habichtswalder Straße in Obervellmar stündlich mit einem Sammel-Taxi angefahren - wenn die Fahrgäste eine halbe Stunde vorher Bescheid geben, dass sie auf dieser Linie fahren möchten. Von den genannten Haltestellen werden dann die Stellen Herkules EKZ und Dörnbergstraße angefahren. Gleiches gilt für Personen, die von Simmershausen nach Frommershausen oder in umgekehrte Richtung fahren möchten.

HINTERGRUND

Informationen zum geänderten Fahrplan des NVV ab dem 14. Dezember gibt es hier.

Wer ein Anrufsammel-Taxi bestellen möchte, muss vorher unter der Nummer 06691 / 927 292 903 anrufen. Diese ist auch auf den Fahrplänen angegeben. Diese Nummer ist erst ab dem 14. Dezember freigeschaltet.

Auch auf der Linie 49 zwischen Weimar - Kammerberg - Heckershausen werden ab dem 14. Dezember teilweise Sammel-Taxen eingesetzt: jeden Abend ab 21 Uhr und sonntags morgens bis 13 Uhr. Mitfahren können bis zu vier Personen, sollten es mehr werden, muss darauf bei der Bestellung des Fahrzeugs hingewiesen werden: „Taxi-Unternehmen sind aber nicht verpflichtet, Großraum-Wagen bereitzuhalten“, gibt der NVV zu bedenken. Welches Taxi-Unternehmen auf den Strecken eingesetzt werde, stehe noch nicht fest, sagt eine Sprecherin des NVV: „Diese Entscheidung trifft der Reiseanbieter Bonte aus Schwalmstadt.“ Der stellt ab dem 14. Dezember die Busse zur Verfügung und trägt dafür Verantwortung, dass diese auch fahren.

Nutzen kann man die Sammel-Taxen mit der regulären Buskarte, es fällt zudem ein AST-Zuschlag von einem Euro an. Für die Kosten kommen anteilig der Landkreis und der NVV auf. Letzteres plant vorerst nicht, das Angebot auf weitere Teile des Landkreises auszuweiten, da die dort vorhandenen Buslinien gut genutzt werden.

Anrufsammel-Taxi seit 1982

Am besten erschlossen ist das Anrufsammel-Taxi in Waldeck-Frankenberg. Das gibt es dort seit 1988, seitdem wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Das ist bedingt durch die Nachfrage: Seit Jahren wird das Angebot rege genutzt, 2013 stieg die Zahl der Fahrgäste um 18.000 auf 220.496 im Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) ist man mit der Resonanz zufrieden. „Das läuft sehr problemlos, weder von Seiten der Fahrer noch der Kundschaft gibt es Beschwerden“, heißt es dort.

In Nordhessen gibt es das Anrufsammel-Taxi seit 1982. Damals startete das Pilotprojekt in Kaufungen.

Von Constanze Wüstefeld

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