Selbert bleibt Vizelandrätin

Zufrieden: Gratulieren der wiedergewählten Susanne Selbert als Vizelandrätin, von links Parlamentschef Andreas Güttler (SPD), Landrat Uwe Schmidt (SPD) und rechts SPD-Fraktionschef Dieter Lengemann. Foto: Schräer

Ahnatal. Mit klarer Mehrheit wurde am Montagnachmittag Susanne Selbert (SPD) für eine zweite Amtszeit als Erste Beigeordnete des Landkreises Kassel gewählt.

Selbert, die seit 1. Juli 2009 Vizelandrätin ist, erhielt während der Kreistagssitzung im Bürgersaal in Ahnatal-Weimar 49 Stimmen.

24 Mandatsträger stimmten in geheimer Wahl gegen die 54-Jährige, zwei Stimmen waren ungültig. Sechs Kreistagsmitglieder fehlten in der Sitzung.

Bereits seit Sommer 2014 hatten die Zeichen auf Wiederwahl der Vizelandrätin gestanden. Auf Antrag der SPD hatte man sich frühzeitig mehrheitlich auf Selbert festgelegt und damit auf eine Stellenausschreibung samt Auswahlverfahren verzichtet.

Da die SPD im Parlament mit 39 Sitzen nicht über eine Mehrheit verfügt, brauchten die Sozialdemokraten die Unterstützung anderer Fraktionen. Entsprechendes hatten im Vorfeld der Abstimmung am Montag bereits die Linke und die FDP signalisiert. Aber auch andere mussten Selbert ihre Stimmen gegeben haben. Die Grünen hatten für ihre Fraktion eine offene Abstimmung angekündigt.

Sichtlich zufrieden, mit strahlendem Gesicht nahm Susanne Selbert das Votum entgegen. „Vielen Dank für das gute Ergebnis“, meinte sie und versprach, sich weiter für den Landkreis Kassel einzusetzen.

Vor dem Wahlgang hatten Dieter Lengemann (SPD), Björn Sänger (FDP) und Dr. Christian Knoche (Linke) die gute Arbeit Selberts hervorgehoben. „Sie ist die Richtige, ihre Arbeit zum Wohle der Bürger findet auch über den Landkreis hinaus Beachtung“, betonte Lengemann. Sie zeichne sich durch Besonnenheit und Kompetenz aus.

Selbert könne man fachlich und menschlich keine schlechte Arbeit vorwerfen, betonte Sänger, der auch den freundlichen Umgang der Vizelandrätin hervorhob. Aus diesen Gründen habe die FDP das gewählte Verfahren getragen.

Selbert leiste „seit Jahren gute Arbeit, darum geht es“, meinte Knoche. Und: „Hier passt die Parteibrille nicht“, daher unterstütze die Linke die Wiederwahl.

Nicht so die CDU, wie Frank Williges vor dem Wahlgang ankündigte. An der fachlichen Kompetenz zweifelte auch die CDU nicht, aber „wir erwarten eine neutralere Amtsführung“. Mit ihren Äußerungen verfehle Selbert zum Teil „das richtige Maß“. Williges sah das Verhältnis Landrat und Vizelandrat wie bei einem Minister und seinem Staatssekretär. Ersterer äußere sich politisch, der andere organisiere nach innen, ohne Parteipolitik zu betreiben.

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