Weinbau war seine Leidenschaft: Ahnataler Horst Kramer starb mit 75 Jahren

Horst Kramer

Ahnatal. Mit großer Trauer haben viele Menschen den Tod von Horst Kramer zur Kenntnis genommen. Weit über die Grenzen Ahnatals hinaus, wo der 75-Jährige mit Ehefrau Liane lebte.

Kramer, der nach schwerer Krankheit verstarb, war als Hobby-Winzer mit einem Weinberg am Kammerberg und Rebstöcken auf seinem Grundstück in Heckershausen bekannt.

Der Weinanbau, den der Müllermeister seit 28 Jahren betrieb, war seine Leidenschaft. Ihr widmete er jede freie Minute. Selbst als im Frühjahr die schwere Krankheit diagnostiziert wurde, pflegte er seine Rebstöcke weiter, bis es körperlich nicht mehr ging. Die Ernte und das Keltern der Trauben mussten Familienangehörige und Freunde nach seinen Anleitungen übernehmen. „Wir haben ihm versprochen, dass es ein guter Jahrgang wird“, sagt Liane Kramer.

Horst Kramer war ein offener, fröhlicher und geselliger Mensch. Dies erlebten alle, die ihn zu Hause oder in der Hütte an seinem Weinberg besuchten und sich von ihm mit Ahnataler Weinen bewirten ließen. Dann holte der Hobby-Winzer sein Akkordeon heraus, spielte und sang. Denn Kramer war auch ausgebildeter Tenor, der während seiner Zeit in der Schweiz bei den Festspielen in St. Gallen und Bregenz auf der Bühne gestanden hatte.

Kramer entstammte einer Müllerfamilie aus Obervellmar, erlebte das Mühlensterben mit und arbeitete bei VW in Baunatal. Dort gehörte er dem Chor Kirchbauna an, in Obervellmar dem OSC, dem Schützenverein und dem Gartenbauverein. Im Sommer reiste er mit Frau Liane ein letztes Mal auf seine Lieblingsinsel Lanzarote. Neben seiner Frau trauern sein Sohn und zwei Enkel um Horst Kramer. (mic) 

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