Kinder in derselben Woche geboren und am selben Tag getauft

Zwei Paare, ein Hochzeitstag: Sie feiern heute Diamantene Hochzeit

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Gaben sich auf den Tag genau vor 60 Jahren das Ja-Wort: Emmi und Günter Lecke.

Ahnatal. Die Ehepaare Erkelenz und Lecke aus Ahnatal haben sich am 28. Juni vor 60 Jahren am selben Tag das Ja-Wort gegeben.  Besonders kurios: Sie haben je drei Kinder, von denen die ältesten in derselben Woche geboren und am selben Tag getauft wurden.

Gleich zweimal läuteten am 29. Juni 1957 die Glocken der Weimarer Kirche, um zu verschiedenen Festgottesdiensten einzuladen. An diesem besonderen Tag heirateten zwei junge Paare – Helga und Arnold Erkelenz sowie Emmi und Günter Lecke. Am heutigen Donnerstag, 60 Jahre später, feiern beide Paare nun ihre Diamantene Hochzeit. Kennengelernt haben sich die jungen Leute jeweils beim Tanz.

Leben noch heute in ihrem Haus im Ahnataler Ortsteil Weimar: Emmi und Günter Lecke.

„Wir sind uns zum ersten Mal beim Tanz in den Mai begegnet und zwei Monate später bei einer anderen Feier“, erzählt Helga Erkelenz (geborene Möller). Und Emmi Lecke (geborene Guthof) erinnert sich: „In Ehrsten haben wir zum ersten Mal zusammen getanzt. Da hab ich gedacht, mit dem könntest du wieder tanzen“.

An seiner Frau schätzt Günter Lecke, dass sie gut und freundlich ist „und gar nicht kratzig“, wie er lachend erzählt. Und Emmi Lecke sagt: „Wir verstehen uns einfach gut. Und wir sind immer füreinander da.“ Wichtig ist beiden, dass man sich vertraut und abspricht. „Wir haben immer alles zusammen gemacht“, betont der 79-Jährige. Dazu gehören auch viele schöne Urlaubsreisen mit der Bahn, die auch deshalb möglich waren, weil Günter Lecke als Angestellter für die Bundesbahn gearbeitet hat.

Gemeinsame Tierliebe

Emmi Lecke war bis zur Geburt des zweiten Kindes in einer Näherei in Wolfhagen tätig. Zudem haben beide immer Tiere – wie Schweine und Hühner – gehalten. Und während Günter Lecke nebenbei als Hausschlachter arbeitete und sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagierte, kümmert sich seine Frau bis heute um den großen Garten.

Besiegelten ihre Liebe am 29. Juni 1957 mit ihrer Hochzeit: Helga (2. von links) und Arnold Erkelenz (3. von links), hier zusammen mit den Eltern der Braut.

Während die Landwirtschaft bei Leckes dem Nebenerwerb diente, spielte sie bei Familie Erkelenz eine Hauptrolle. Arnold Erkelenz arbeitete als Gemeindeschäfer in Weimar, als das Paar sich kennenlernte. „Wir hatten beide ein Ziel. Wir wollten weiterkommen. Wir haben zusammengearbeitet und die Landwirtschaft und die Schäferei aufgebaut. Und wir haben uns gut ergänzt“, erzählt Helga Erkelenz. „Er hat einen tollen Tierverstand“, sagt sie über ihren Ehemann. „Und du hast das Schriftliche gemacht“, erwidert Arnold Erkelenz.

Jede Menge Gottvertrauen

Beide schildern ihr Leben als turbulent und arbeitsreich. Neben der Erwerbsarbeit engagierte sich Arnold Erkelenz im Kreisschäferverein und beim Volkschor Weimar, seine Frau im Landfrauenverein. Und auch, wenn es „ab und zu mal gerappelt hat“, wie der 86-Jährige sagt, haben sie immer wieder zusammengefunden. „Es geht nur mit Einigkeit. Und wir hatten eine Menge Gottvertrauen“, sagen die Eheleute.

Lernten sich vor über 60 Jahren beim Tanz in den Mai kennen: Helga und Arnold Erkelenz.

Für beide Paare spielt die Familie eine besonders wichtige Rolle. Sie haben je drei Kinder, von denen die ältesten in derselben Woche geboren und am selben Tag getauft wurden. Seit Jahren sind die Familien freundschaftlich verbunden. Dazu gehören bei Leckes sieben Enkel und drei Urenkel, das Ehepaar Erkelenz hat je fünf Enkel und Urenkel.

Mit Blick auf ihr Ehejubiläum (die standesamtliche Hochzeit fand jeweils am 28. Juni statt) sagt Günter Lecke: „Wir gehören einfach zusammen“. Und spricht damit wohl auch Helga und Arnold Erkelenz aus dem Herzen.

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