Ahnatal-Schule: France Mobil warb für Sprache und Kultur des Nachbarlandes

Frankreich kennenlernen: Stéphan Allanic (Vierter von rechts) besuchte mit dem France Mobil am Donnerstag die Ahnatal-Schule Vellmar und bot den Schülern der sechsten Klassen einen Einblick in die französische Sprache und Kultur, sehr zur Freude von Fachbereichsleiterin Bettina Schäfer (rechts) und Lehrerin Marleen Windrich (Zweite von rechts). Foto: Schilling

Vellmar. Ein Auto der besonderen Art stand jetzt vor der Ahnatal-Schule Vellmar. Der Franzose Stéphan Allanic war mit dem France Mobil gekommen, um die Schüler in Vellmar für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. 100 Sechstklässler nutzten die Gelegenheit und nahmen an einer Schnupperstunde teil. Aufgeteilt waren sie dabei in vier Gruppen.

Organisiert hat den Besuch des France Mobils Lehrerin Bettina Schäfer. „Wir wollen damit bei den Schülern für Französisch als zweite Fremdsprache werben“, erklärt die Fachbereichsleiterin für Französisch. Und ihre Kollegin Marleen Windrich ergänzt: „In dieser Stunde erleben die Kinder Frankreich zum Anfassen. Und wir können ihnen zeigen, dass die Sprache gar nicht so schwer zu lernen ist“.

Küsschen gehören zum Salut

Um das zu erreichen, führt Stéphan Allanic die Schüler spielerisch an die Sprache heran. Für Spaß sorgt schon die Begrüßung, als der France Mobil-Lektor den Jugendlichen demonstriert, dass zum Salut, der Begrüßung, in Frankreich auch Küsschen gehören.

Mit Hilfe von Bildern, Landkarten, Musik und Geschichten vermittelt er ein lebendiges Bild seines Landes. So erzählt er gestenreich davon, dass in seiner Heimatstadt Nantes ein Elefant die Touristen durch die Stadt führt.

Immer wieder bezieht Allanic die Sechstklässler auch aktiv mit ein. So üben sie beim Stopp-Tanz die richtige Begrüßung. Später treten zwei Mannschaften gegeneinander an und müssen um die Wette die richtigen französischen Begriffe zu Bildern finden.

„Ich fand es sehr gut. Das hat viel Spaß gemacht“, erzählt Dominik nach der Stunde. Und auch seine Schulkameradin Melissa ist begeistert: „Ich fand es richtig spaßig und würde die Sprache gerne lernen. Am besten fand ich den Stopp-Tanz. Da mussten wir uns auf Französisch ansprechen“.

Im Sommer müssen sich die Sechstklässler für eine zweite Fremdsprache entscheiden. Neben Französisch stehen noch Spanisch und Latein zur Wahl. Till wollte eigentlich Spanisch lernen. Doch nach dem Besuch des France Mobils ist er sich da nicht mehr so sicher. „Ich könnte mir jetzt auch Französisch gut vorstellen.“

Von Meike Schilling

Hintergrund

Eine Art Kulturinstitut auf Rädern

Das France Mobil ist eine Art Kulturinstitut auf Rädern. Seit 2002 fahren junge französische Lektoren mit Autos durch Deutschland, als Botschafter der französischen Sprache und Kultur. Über 10 000 Schulen haben sie seitdem bundesweit besucht.

Das Programm wurde von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Der Besuch der Lektoren ist für die Schulen kostenlos. Vorbild für die France Mobile waren die Deutsch Mobile, mit denen junge deutsche Lektoren seit 2000 durch Frankreich fahren, um das Interesse an Deutschland zu wecken. Koordinatoren des Programms sind das Institut francais und die Robert Bosch Stiftung.

Kontakt: Schulen, die sich für einen Besuch des France Mobils interessieren, können sich an den Lektor für Hessen wenden: Stéphan Allanic, Institut francais Mainz, Schillerstraße 11, 55116 Mainz, Telefon: 0 61 31/2 82 29 28. Infos im Internet unter: www.institutfrancais.de/francemobil (pmi)

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