Bürgermeister Aufenanger stellte Haushaltsentwurf vor – Fehlbedarf steigt auf 1,9 Millionen Euro

Ahnatal steckt 2011 in tiefroten Zahlen

Ahnatal. Die Wirtschaft boomt, die Gemeinde Ahnatal aber steckt mitten in der Finanzkrise. Mit diesen Worten stimmte Bürgermeister Michael Aufenanger die Gemeindevertreter während der jüngsten Sitzung auf den Haushaltsentwurf 2011 ein. Denn das Defizit steigt. Erträgen von 10 163 393 Euro stehen Aufwendungen von 12 066 931 Euro gegenüber.

Dies ergebe einen Fehlbedarf von 1 903 538 Euro, betonte der Bürgermeister. Was einer Steigerung zum Vorjahr um 669 380 Euro entspreche. Eine gute Nachricht hatte Aufenanger dennoch für die Einwohner der Gemeinde: Die Hebesätze für die Steuern werden nicht angehoben.

Verantwortlich für das höhere Defizit seien mehrere Posten. Rückstellungen von 240 100 Euro fielen weg, insgesamt 140 000 Euro mehr muss die Gemeinde für Zinsen aufbringen, höhere Abschreibungen schlagen mit 124 600 Euro zu Buche, und die Personal- und Versorgungsaufwendungen steigen um 143 706 Euro. Auf der anderen Seite gebe es keine wesentlichen Verbesserungen im kommunalen Finanzausgleich, und die Gewerbesteuer steige voraussichtlich nur um 60 000 Euro.

Da sich nach derzeitigen Berechnungen das jährliche Minus nicht wesentlich verändere, müsse ein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt werden.

Den Rotstift will der Bürgermeister bei den Investitionen ansetzen, die sich im Entwurf auf 2,3 Millionen Euro belaufen. Für diese müsste die Gemeinde wegen fehlender Mittel Kredite von 1,96 Millionen aufnehmen. So erstellte die Verwaltung eine Streichliste, um die Investitionen unter die Millionengrenze zu drücken. Auf der Streichliste stehen zum Beispiel die Baukosten Straße „Am Kammerberg“ (180 000 Euro), die Erneuerung der Wasserleitung Elfbuchenstraße (205 000 Euro) oder die weiteren Abschnitte der Rathaus-Sanierung (200 000 Euro).

Investiert werden soll zum Beispiel in die Verbesserung des Nahverkehrs (157 700 Euro), ein neues Feuerwehr-Fahrzeug (124 200 Euro), die Druckerhöhung beim Trinkwasser am Kammerberg (170 000 Euro) oder die Sanierung von Teilen des Gehrenweges (110 000 Euro).

Dennoch, in die Spar-Diskussion müsse jetzt massiv eingestiegen werden, meinte Aufenanger. (mic)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.