Unbekannte transportierten drei Zentner Fleisch ab

Ahnatal-Weimar: Rind auf Weide geschlachtet - Züchter fand den Kopf

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Ahnatal-Weimar. Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zum Sonntag auf einer Weide nahe dem Gasthaus Zum Ahnetal ein Galloway-Rind geschlachtet und das Fleisch gestohlen. Züchter Axel Lecke fand am Sonntagmorgen nur noch den Kopf und die Innereien des Tieres auf der Wiese.

„Ich bin ganz schön mitgenommen“, sagt Axel Lecke und schüttelt deprimiert den Kopf. In der Zeit zwischen Samstag, 15.30 Uhr, und Sonntag, 10 Uhr, haben unbekannte Täter eine Galloway-Kuh auf der Weide des 40-jährigen Landwirtes aus Weimar geschlachtet. Jetzt liegen nur noch der Kopf, die Gedärme und die Beine im Gras unterhalb des Gasthauses Ahnatal.

Ahnatal-Weimar: Rind auf Weide geschlachtet - Züchter fand den Kopf

Nach den ersten Ermittlungen gestern hat die Polizei einen Hinweis auf die Täter, so Polizeisprecher Michael Matyssek. Nach 1 Uhr in der Nacht hat ein Zeuge ein gold-metallicfarbenes Auto mit mindestens zwei Personen in diesem Bereich gesehen. Die Täter, so vermutet Landwirt Lecke, müssen das Tier auf der Weide quasi im Laufen geschlachtet haben. Hinweise auf einen Schuss aus einem Gewehr gebe es bislang nicht.

Auch Michael Matyssek geht nach den ersten Ermittlungen davon aus, dass dem Tier einfach die Kehle aufgeschnitten wurde. Dann müssen die Unbekannten die tote Kuh zerteilt und über einen Stacheldrahtzaun geschleift haben. „Da hängen noch blutigen Stücke dran“, sagt Ehefrau Sonja Lecke. In der Tat findet man dort sowie auf dem nahe gelegenen Weg noch einzelne Überreste der Kuh. Axel Lecke geht davon aus, dass die Täter sich auskannten und das Tier relativ fachmännisch zerlegt haben. Das sehe man an den Überresten. Knapp 200 Kilogramm Fleisch müssen die Übeltäter abtransportiert haben.

Der 40-Jährige schätzt den Wert auf 900 bis 1100 Euro. Bei stückweisem Verkauf sei möglicherweise sogar noch ein größerer Gewinn zu erzielen. In diesem Zusammenhang weist das Ehepaar darauf hin, dass dieses Fleisch natürlich nicht – wie sonst üblich – gekennzeichnet ist. Das Landwirt-Ehepaar geht davon aus, dass die Täter nach der Tat sogar noch Werkzeug und Fleisch im nahe gelegenen Bach gereinigt haben, bevor sie mit einem Auto davonfuhren. Seit Frühjahr 2010 hat der gebürtige Weimarer die Galloway-Herde.

„Wir schauen zweimal am Tag nach den Tieren“, sagt Lecke. Der Vater sei am Samstag gegen 15.30 Uhr noch dort gewesen. Am Sonntagmorgen habe ein Spaziergängerin den blutigen Fund auf der Weide gemacht. Zumindest, sagen die Leckes, töteten die Täter nicht die zweite Kuh auf der Weide, die ein gerade erst vier Wochen altes Kälbchen hat. Hinweise: 05 61/91 00. (sok)

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