Termin Ende Mai

Angler starten zweite Jagd auf Riesenwels im Bühl

+
Angler starten zweite Jagd auf Riesenwels im Bühl

Ahnatal. Vermutlich schon seit 20 Jahren heimisch ist ein Riesenwels im See der Freizeitanlage Bühl. Nachdem im vergangenen Jahr ein erster Fangversuch erfolglos geblieben war, wollen die Angler des Fischerei-Sportvereins Ahnatal in diesem Jahr erneut zu Rute und Köder greifen.

Dann wollen sie den Raubfisch an den Haken kriegen. Der war im Spätsommer 2011 zum ersten Mal im See gesichtet worden.

Lesen Sie auch:

- Angler jagen den Riesenwels - erster Versuch scheiterte

Zwei Termine haben die Angler dafür ins Auge gefasst: Ende Mai und - falls der Wels da nicht anbeißen sollte - Ende August. „Eine gute Zeit, da das Wasser dann schon warm ist“, sagt Vereinschef Carsten Siemon. Dazu kommt: Der Raubfisch, der den Winter über nahezu ohne Nahrungssuche auf dem Grund des Bühls verbracht hat, ist hungrig und macht intensiv Jagd auf Fressbares. Auf dem Speisezettel des Riesen stehen dann Fische jeglicher Art wie zum Beispiel Brassen, die die Angler auch als Köderfische verwenden.

Fischzug bei Dunkelheit

Die Fischzüge der Ahnataler Angler werden wie im vergangenen Jahr in der Dunkelheit starten und die Nacht über andauern. Denn der Wels ist ein nachtaktives Tier, tagsüber ruht er auf dem Grund des Sees.

Wieder mit etwa zwölf Teilnehmern rechnet Carsten Siemon in diesem Jahr, die den nach Schätzungen 1,80 Meter langen und rund 50 Kilogramm schweren Koloss aus dem Bühl ziehen wollen.

Der Bühl

Mit 50 zu 50 beziffert Siemon die Chance, dass der Wels beißt: „Wenn er Hunger hat und auch sonst alles passt, wird er drangehen.“

Und auch wenn es an den beiden Terminen nicht klappen sollte, ist der Vereinschef überzeugt, „dass der Wels irgendwann mit Sicherheit an den Haken geht“.

Das Anglerglück würde auch dem Bühl zugutekommen. Denn der Raubfisch verspeist auch Fische, die für die Wasserqualität des Sees wichtig sind. Und auch Enten sind gefährdet.

Von Stefan Wewetzer

Hintergrund: Der Wels - Größter Süßwasserfisch Europas

Der Europäische Wels oder Flusswels ist der größte reine Süßwasserfisch Europas. Regional wird er auch als Waller oder Schaidfisch bezeichnet.

Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich von lebenden und toten Fischen, aber auch gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren.

Ihre Aktivität ist im Jahresverlauf stark von der Temperatur und der Verfügbarkeit seiner Beutetiere abhängig und erreicht im Frühjahr nach der Winterruhe sowie im Spätherbst nach dem Ablaichen das Maximum. Das Verbreitungsgebiet des Welses erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa bis nach Zentralasien.

Dabei werden bevorzugt große Flüsse und Seen mit schlammigem Grund besiedelt. In Mitteleuropa sind Welse vorwiegend als Sportfische bei Anglern beliebt. (swe)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.