Besucheransturm bei Kartoffelfest in Vollmarshausen

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Hochbetrieb an der Verladerampe: Das Kartoffelfest auf dem Hof Gundelach war Ziel für mehrere Tausend Besucher. Unser Bild zeigt außer den Kindern Peter Leibeling auf dem Lanz-Bulldog (hinten von links), die Vollmarshäuserin Patricia Kellner, Ursula Eichel aus Kassel und Hofmitarbeiter Günter Herrmann.

Lohfelden. Das Kartoffelfest auf dem Hof Gundelach, Kaiserwetter und die Sehnsucht der Menschen nach dem urigen Leben auf dem Lande bescherten Vollmarshausen am Tag der Einheit einen Besucheransturm. Parkplätze waren Mangelware.

Aber irgendwie schafften es fast alle, ihr Fahrzeug so abzustellen, dass der Rückweg mit den auf dem Fest erstandenen Kartoffeln oder Kohlköpfen nicht zu weit war. Zum Parkplatz am neuen Netto-Markt hatten die Veranstalter einen Planwagen-Fahrdienst eingerichtet.

„Acht Euro für einen Zentner feldfrischer Kartoffeln mit Bringservice zum Parkplatz oder nur 80 Cent für einen großen Weißkohl“, seien sehr gute Preise, sagte eine Besucherin aus Kassel.

Kartoffelpuffer mit Apfelmus: Hofmitarbeiterin Marit Bernhardt versorgte Heidi und Bernd Kindor aus Lohfelden mit der leckeren Köstlichkeit.

Auf einem der größten Hoffeste der Region drehte sich fast alles um die begehrte Knolle. An der Kartoffelrampe waren die Sorten Prinzess und Belana sehr gefragt. Lange Schlangen bildeten sich auch an den Ausgabestellen für Kartoffelsuppe und Kartoffelpuffer. „Wir hatten 280 Kilogramm Kartoffelbrei vorbereitet, mussten aber noch einmal richtig nachlegen“, sagte Jost Gundelach, der mit seiner Ehefrau Ruth und Bruder Joachim für die Organisation des Marktes verantwortlich war. Etwa zehn Prozent der Betriebsumsätze entfallen auf Kartoffeln, sagte der Hofinhaber, der am Ortsrand Vollmarshausens auch eine große Hähnchenmastanlage betreibt.

Die Familie Gundelach hat ein Herz für Kinder: Die kleinen Marktbesucher tummelten sich in einer Hüpfburg, ritten auf Ponys über die Wiese oder lachten für Oma und Opa in der Fotografenecke in die Kamera.

Die etwas größeren Kinder bestaunten den Lanz-Buldog-Traktor (Baujahr 1938), mit dem Oldie-Sammler Peter Leibeling über das Hofgelände tuckerte. Auch die „Trecker-Freunde Söhre“ zeigten beimKartoffelfest einige sehenswerte, ältere Zugmaschinen.

„Wir konnten in diesem Jahr erfreulich viele Kunsthandwerker für das Fest gewinnen“, sagte Mitorganisatorin Ruth Gundelach. Das Kartoffelfest solle populär bleiben, aber nicht größer werden, meinte sie zur Zukunft der Veranstaltung. (ppw)

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