Kaufunger Lehr- und Informationszentrum für Bienenkunde wieder geöffnet

Vom Alltag einer Biene

Handzahm und friedlich: Hilmar Henkel zeigt Marie Bischoff (10, aus Nieste) wie handzahm Bienen sein können. Fotos:  Grigoriadou

Kaufungen. Als etwa 7000 vor Christi der Mensch zum ersten Mal Honig erbeutete, wusste er noch nicht, was für einen Schatz er in den Händen hielt. Ob Medizin, Kosmetik oder als Nahrungsmittel: Honig ist in unserer Zeit kaum wegzudenken.

Das weiß auch Imker Hilmar Henkel aus Kaufungen. In seinem kleinen Garten steht ein Bienenstand neben dem anderen. Von allen Seiten ist ein Summen und Brummen zu hören. Das Lehr- und Informationszentrum für Bienenkunde an der Kreisstraße zwischen Niederkaufungen und Gut Windhausen ist jetzt wieder geöffnet.

Im Zeidler-Gewand führt Hilmar Henkel die Besucher an Bienenkörben, -schwärmen und -kästen vorbei und erzählt aus dem Alltag der Tiere. „Ich mache mir aber Sorgen wegen der Monokulturen“, sagt Henkel. „Dadurch geht viel verloren. Es fehlt die Artenvielfalt der Blumen. Mais und Raps dominieren.“ Rund 85 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt, erklärt Henkel. „Durch die Varroa-Krankheit ist die Biene jedoch körperlich stark geschwächt und leistet demnach weniger Arbeit. Diese Krankheit kann aber medikamentös behandelt werden.“

Bei Honigbonbons und Metschorlen unterhielten sich Hobby-Imker und Laien, und so manch mutiger Besucher streichelte die flauschigen Bienen am Bauch.

Informationen und Kontakt: Das Kaufunger Informationszentrum für Bienenkunde wird auf Anfrage geöffnet. Hilmar Henkel ist telefonisch unter 05605 / 5223 zu erreichen. „Wer Interesse hat, kann sich an der Imkerei bei mir ausprobieren“, sagt Hilmar Henkel. Auch für Schulen hat der Kaufunger ein offenes Ohr.

Von Anthoula Grigoriadou

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