Hohes Engagement

Verdienstkreuz am Bande für seinen Einsatz für die Armen

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Im selbstlosen Einsatz: Dr. Diethardt Roth mit seiner Frau Susanne im Garten ihres Hauses in Melsungen. Für sein Engagement erhält er den Verdienstorden am Bande.

Melsungen. Als Dr. Diethardt Roth die Post in der Hand hielt, traute er seinen Augen nicht. Unter der Post blitze ein Brief von der Staatskanzlei hervor. "Ich war absolut überrascht und fragt mich, was los ist", erinnert er sich.

Schnell öffnete er den Umschlag. Dann hielt er es schwarz auf weiß in den Händen: Volker Bouffier teilte mit, dass der Bundespräsident ihm das Verdienstkreuz am Bande verliehen hat.

Das war Mitte März und nun, am 29. Juni überreicht der Hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn, die Auszeichnung im Lutherhaus Melsungen. "Seit über 40 Jahren lebe ich in Melsungen und daher war es mein Wunsch, diese Auszeichnung hier zu erhalten", sagte Roth. Über 130 geladene Gäste darunter Vertreter der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Vertreter der evangelischen Kirche, Vertreter des Jugendtreffs Melsungen sowie aus dem Verein Humanitäre Hilfe für Osteuropa, Familie, Freunde, Bekannte und viele mehr, werden diesen Tag mit Roth begehen.

"Ich freue mich sehr über diese ehrenamtliche Auszeichnung", gesteht der 71 jährige zögerlich. "Denn eigentlich müssten alle Menschen, die mit mir zusammen arbeiten, diese Auszeichnung bekommen. Was wäre ich ohne ein gutes Team?".

Den Orden erhält Roth für sein soziales, ehrenamtliches Engagement. Besonders die Kinder- und Jugendarbeit sowie ältere Menschen liegen Roth am Herzen.

Hauptberuflich als Gemeindepfarrer der Christusgemeinde Melsungen und später Bischof in Hannover, hat er sich stets sozial und ehrenamtlich in vielen Bereichen eingesetzt. So hat er den Vorsitz des Melsunger Jugendtreffs und Humanitäre Hilfe Osteuropa übernommen.

Die Humanitäre Hilfe Osteuropa setzt sich für die Bekämpfung der Armut in Weißrussland und Moldawien ein. Roths momentaner Schwerpunkt in Weißrussland bezieht sich auf seelisch Kranke. Dass die Hilfe ankommt, wo sie nötig ist, davon überzeugte er sich Ende April in Weißrussland. "Dort habe ich ein Heim für 160 psychisch Kranke Menschen besucht und habe mir die Erneuerung der Sanitäranlagen angeschaut."

Müde, sich ehrenamtlich zu engagieren, wird der Geehrte nicht. "Ich kann nicht nur im Sessel sitzen. Ich will Impulse geben. Klar, den Welthunger kann ich nicht stillen, aber Kirche und Gesellschaft müssen ihre Aufgabe wahrnehmen, die Armut zu bekämpfen und nicht in Gleichgültigkeit fallen." Was ihn antreibt: "Der geistliche Hintergrund, der Glaube, die Liebe zu Jesu Christi und die Aufforderung zur Nächstenliebe."

Dass Roth vollen Einsatz in die sozialen Projekte stecken kann, hat er auch seiner Frau Susanne zu verdanken. "Das geht alles nur, wenn die Familie das mitträgt."

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