St.-Heinrich-Kirche: Wegen Sanierungsarbeiten wird der Gottesdienst ab April in das Gemeindehaus verlegt

Der Altar soll in den Mittelpunkt

Projektvorstellung: Winfried Hagelstein vom Verwaltungsbeirat (von links), Pfarrer Ewald Biedenbach und Erhard Schilling (Sprecher des Pfarrgemeinderats) stehen etwa in der Mitte der Kirche. Dorthin soll der Altar (jetzt noch oberhalb der Treppe) verlegt werden. Foto: Wohlgehagen

Kaufungen. Rund 325 000 Euro investiert die katholische Kirchengemeinde Kaufungen in die Sanierung und Neugestaltung des Innenraums der St.-Heinrich-Kirche an der Niester Straße. Die Bauarbeiten sollen Mitte April beginnen und bis zum Herbst andauern. Während der Bauzeit finden die Gottesdienste im benachbarten Gemeindehaus statt.

Der Turm und die Außenfassade der vor 50 Jahren erbauten Kirche wurden in den letzten Jahren bereits umfangreich saniert. Jetzt sollen bauliche Mängel in der Kirche behoben und die liturgischen Orte nach den Wünschen des 2. Vatikanischen Konzils neu organisiert werden. Die Pläne für die Neugestaltung stammen vom Kasseler Architekten Meinhard Ladleif, dessen Entwurf von der Kirchengemeinde und dem Kunstausschuss der Diözese Fulda im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt worden war.

„Ein Kernpunkt der Umgestaltung ist die Verlegung des Altarraums in die Mitte der Kirche, sodass sich die Gemeinde um den Altar versammeln kann“, sagte Pfarrer Ewald Biedenbach während der Vorstellung des Projektes. In der strittigen Frage der Neumöblierung habe sich die Gemeinde für neue Bänke und damit gegen Stühle entschieden, sagte der Seelsorger.

Die Mittelachse ist das Rückgrat der neuen Raumaufteilung. Im Chor werden Tabernakel (Aufbewahrung des Allerheiligsten) und Taufbecken neu aufgestellt. In die Chorrückwand wird ein schmales Fenster eingefügt. Davor entstehen Sitzplätze für Sänger und Ministranten. Insgesamt wird das Gotteshaus künftig über mehr als 150 Sitzplätze verfügen.

„Der Innenraum unserer Kirche wird viel mehr zur Geltung kommen“, alles werde viel heller, auch die Kirchenbänke, sagte der Pfarrer. Die Sanierung umfasse außer dem neuen Anstrich auch die Überholung der Elektrik mit dem Läutewerk der Kirchenglocke, die Befeuchtung, die Erneuerung der Lautsprecheranlage und eine Sanierung der Orgel.

Pfarrer Ewald Biedenbach bezeichnete die Investitionen in das Äußere und Innere der Kirche als wichtige Schritte zur Erhaltung von St. Heinrich und für die Zukunft der Gemeinde. Finanziell sei das Projekt zu schultern, sagte der Seelsorger: Zwei Drittel der entstehenden Kosten kommen von der Diözese und dem Bonifatiuswerk. Gut 100 000 Euro müsse die Kirchengemeinde jedoch als Eigenanteil aufbringen. Hiervon werden noch circa 60 000 Euro benötigt. Pfarrer Ewald Biedenbach hofft in diesem Zusammenhang auf weitere Spenden von Mitgliedern der Gemeinde und von befreundeten Institutionen. (ppw)

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