Investor aus Osthessen steckt drei Millionen Euro in Umbau ehemaliger Soldatenwohnungen in Rothwesten

Alte Häuser in Rothwesten werden runderneuert

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Weit fortgeschritten: Harald Grubschat, Ansprechpartner für das Bauprojekt, vor dem nördlichen Wohnblock, der von außen bis auf Restarbeiten bereits saniert ist.

Fuldatal. Drei Millionen Euro investiert Architekt Jochen Hohmann aus Künzell in zwei alte Wohnblöcke der Erlenbuschsiedlung in Rothwesten.

In den Gebäuden unweit der ehemaligen Kaserne waren Angehörige der US-Armee untergebracht, sie dienten Familien deutscher Soldaten als Unterkünfte.

Es wohnten dort Asylbewerber und Spätaussiedler. „Dann standen sie jahrelang leer“, sagt Harald Grubschat, der die Wohnungen vermarktet. Jetzt werden die Häuser komplett saniert.

Es entstehen zweimal 18 Eigentumswohnungen mit drei, vier und fünf Zimmern von 83 bis 112 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Geschossen, sagt Grubschat. Mit dem Umbau erreichten die beiden Blöcke Niedrigenergiestandard. Hierzu wird eine Außendämmung angebracht, erhalten die Fenster eine Dreifach-Verglasung. Die Balkone werden laut Grubschat „mit Dämmmaterial komplett eingepackt, um keine Wärmebrücken zu haben“.

Zentrale Anlage: Heizungsbauer Stefan Ihl An zwischen dem Kessel für Pellets (rot) und den Vorratsspeichern, hinten links der Gasbrenner.

Im Innern werden die Sanitärbereiche erneuert und Heizungsrohre neu verlegt. Jedes Gebäude erhält zentral eine kombinierte Anlage für Heizung und Warmwasser aus Pellet- und Gasbrenner. Da die Gebäude komplett unterkellert sind, stehen große Gemeinschaftsräume im Untergeschoss zur Verfügung wie eine Waschküche mit Anschlüssen für Maschinen aller Wohnparteien.

Seit März wird an dem nördlichen Komplex gearbeitet. Dieser ist laut Grubschat bereits komplett an einen Investor verkauft, der die Wohnungen vermiete. Zum November sollen diese bezugsfertig sein. Am südlichen Gebäuderiegel hatten sich die Arbeiten „aus Rücksicht auf brütende Schwalben am Dachfirst“ verzögert, wie Grubschat sagt. Dort sollten die Wohnungen zum März 2013 fertig sein.

Zwischen den Bauten soll die Durchfahrtstraße verschwinden und einem Innenhof mit Spielplatz weichen. Denn Interessenten an den Wohnungen, ob als Käufer oder Mieter, seien zumeist junge Familien mit Kindern, sagt der Ansprechpartner für das Projekt. ARTIKEL OBEN

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