Mitarbeiter in Baunatal sammelten 1000 Mobiltelefone – 3000 Euro für Naturschutzprojekt an der Havel

VW: Alte Handys für bedrohte Arten

Wertvolle Rohstoffe: Im Baunataler VW-Werk wurden über 1000 Handys gesammelt. Unser Foto zeigt alte Mobiltelefone in einem Recyclingbetrieb. Archivfoto:  dpa

Baunatal. Über 1000 ausrangierte Mobiltelefone haben Mitarbeiter des Volkswagen-Werks in Baunatal seit April dieses Jahres in die Sammelboxen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) geworfen. Die Spender unterstützen damit ein Umweltprojekt der Organisation in Ostdeutschland.

Für jedes Handy, das recycelt wird, fließen drei Euro für die Renaturierung der Unteren Havel und den Erhalt bedrohter Arten in diesem Gebiet. Die Spende von 3000 Euro trage dazu bei, das Projekt voranzubringen, sagte Harald Siebenbergen, Mitglied des Betriebsrats. Dirk Sauermann von der Umweltschutz-Abteilung des Baunataler Werks verwies auf die Bedeutung des Mobiltelefon-Recyclings. „In Handys sind unterschiedliche Metalle und Rohstoffe enthalten.“

Der Nabu hatte Sammelboxen an der Haupt- und der Südwache des Werks aufgestellt. Überdies konnten gebrauchte Handys im OTC 1 und am Standort Lilienthalstraße in Kassel-Bettenhausen abgegeben werden. Die Untere Havel, für die der Erlös aus dem Handy-Recycling gedacht ist, gilt als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Mitteleuropas. Im Zuge des Nabu-Projekts soll der Fluss innerhalb von zehn Jahren renaturiert werden. Geplant ist, Altarme wieder an den Fluss anzuschließen. Außerdem sollen Deiche zurückgebaut werden, um Überflutungsflächen zu schaffen. Bei VW könne man sich vorstellen, in Kooperation mit dem Nabu auch Projekte in der Region zu unterstützen, sagte Werkssprecher Rudi Stassek. (ket) www.volkswagen-nabu.de

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