Parlament beschließt Grundstücksverkauf an neuen Investor – Jetzt 85 Plätze möglich

Altenheim kann kommen

Ein schmucker Zweckbau: So soll das neue Altenzentrum Niestetals aussehen. Es soll auf der Wiese gegenüber von Wilhelm-Leuschner-Schule und Astrid-Lindgren-Grundschule in Heiligenrode entstehen. Repro: Stier

Niestetal. Das neue Altenzentrum mit Pflegeheim und Seniorenbegegnungsstätte in Heiligenrode kann gebaut werden. Mit den Stimmen von SPD und Grünen stimmte die Gemeindevertretung dafür, die 3770 Quadratmeter große Fläche an der Cornelius-Gellert-Straße/Ecke Karl-Marx-Straße an die Seniorenpark Niestetal GmbH zu verkaufen. Die CDU-Fraktion stimmte dagegen.

Die neue GmbH ist eine Tochter der Lindhorst-Gruppe aus Winsen/Aller, die bereits zahlreiche Altenpflegeheime in ganz Deutschland gebaut hat. Betreiber des Heimes soll die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordhessen sein, die ähnliche Einrichtungen bereits in Baunatal, Fuldabrück-Dörnhagen und Homberg/Efze führt.

Am Konzept der Awo wird sich durch den neuen Investor, der nach Intervention von Bürgermeister Andreas Siebert für die Kaufunger PR Bau + Boden AG eingesprungen war, nichts ändern. Allerdings könnte die Zahl der Plätze von bislang 65 auf nun 85 steigen. Die Bewohner sollen in familienähnlichen Gruppen betreut werden.

Siebert berichtete, dass die Verträge zwischen Awo und der Lindhorst-Gruppe inzwischen unterschriftsreif seien. Nach über dreijähriger Diskussion und einigen ärgerlichen Verzögerungen könnten die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau wohl noch in diesem Jahr beginnen.

Die CDU-Fraktion hatte gegen den Verkauf an Lindhorst gestimmt. Fraktionschef Erich Schaumburg plädierte dafür, vorher erst noch einmal mit dem Niestetaler Michael Arenth zu sprechen, der als Erster ein Konzept für ein Altenpflegeheim in der Gemeinde vorgelegt hatte. Dessen Vorhaben war im Jahr 2007 allerdings von der Mehrheit des Parlamentes abgelehnt worden.

Arenth habe gegenüber der CDU signalisiert, sein Projekt auch heute noch umsetzen zu wollen, erklärte Schaumburg. Er solle die Möglichkeit haben, dazu noch einmal gehört zu werden.

Sein Vertrauen in die Awo, die sich in den vergangenen drei Jahren nicht sonderlich für das Heim in Niestetal ins Zeug gelegt habe, sei „auf dem Tiefpunkt“, sagte Schaumburg.

Sozialdemokraten und Grüne freilich bekräftigten ihre Zustimmung zum Konzept der Arbeiterwohlfahrt, die der SPD nahesteht. Alles andere würde zu weiteren Verzögerungen führen.

Von Thomas Stier

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