Mittelmühle in Helsa muss saniert werden – Mostmühle faszinierte Kinder

Altes Rad braucht Hilfe

Sanierung dringend nötig: Der Arbeitskreis historisches Mühlrad Helsa bittet um Spenden für die Renovierung des beschädigten Mühlrades der Mittelmühle. Beim Mühlentag wurde eifrig gesammelt. Fotos: Markus Kothe

Helsa. Reichlich Mühlenklappern war am Pfingstmontag in Helsa zu hören. Die Mittelmühle wurde zum beliebten Ausflugsort, vor allem Radfahrer und Wanderer des Lossetalradweges machten hier Station.

Seit 1988 betreibt der Arbeitskreis historisches Mühlrad Helsa das rekonstruierte Mühlrad zur Stromgewinnung. Doch nun muss das Rad saniert werden.

„Das Mühlrad ist inzwischen marode geworden“, sagt Vereinsvorsitzender Ingo Schmidt, „gut ein Drittel der Geldmittel für eine Sanierung fehlen uns noch“. Die Schaufeln sollen künftig statt aus Holz aus Edelstahl gefertigt werden und damit eine viel längere Lebensdauer haben. Schmidt: „Das Holz fault mit der Zeit, aber ein Vierteljahrhundert kann sich sehen lassen, jetzt ist Zeit für etwas Neues.“

Gegenüber vom Mühlrad lud die Dorfgemeinschaft zu einer Rast und Rundgängen durch das Fachwerkdorf ein.

Während in Helsa die Stromgewinnung im Mittelpunkt stand, demonstrierte der Arbeitskreis Historische Mühle Most im Nachbardorf Eschenstruth den Wandlungsprozess vom Korn bis zum Brotlaib. In der Most-Mühle mit ihrer vollständig erhaltenen Inneneinrichtung erklärte Gerhard Klinge vor allem Kindern und Jugendlichen, wie früher Mehl hergestellt wurde. Sebastian Dachs aus Bettenhausen fand das beeindruckend: „Das habe ich mir hier gar nicht so vorgestellt, das ist ja alles voller Technik.“

Die ist im Grunde ganz einfach aufgebaut. Klinge erklärt das Prinzip der archimedischen Schraube: „Legt mal eure Hand hinein, ich drehe dann.“ Und schon wandern die Hände der Kinder wie von selbst ans andere Ende der Schraube. Sebastian Dachs ist erstaunt: „Die haben hier echt schlaue und einfache Technik benutzt, aber das war bestimmt ganz teuer damals.“

Dann weckt eine Dezimalwaage das Interesse der Kinder. Flugs werden Gewichte verschoben und ausprobiert, wie man mit diesem rostigen Gerät das Gewicht ermitteln kann.

Derweil dröhnt durch das gekippte Fenster der Mühle Big-Band-Sound des Musikzugs Eschenstruth herein. Der sorgte im Außenbereich zusammen mit der Gesangsgruppe des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins Eschenstruth für musikalische Umrahmung. (zko)

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