Espenaus Bürgermeister Carsten Strzoda legte gestern seinen ersten Haushaltsplan vor – Defizit sinkt weiter

Anbau für Kita Espe-Aue geplant

Geld für den Ausbau: Die Erschließung der Baugebiete Im Lerchenfeld und Auf der Schanze (Foto) soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. So werden zum Beispiel die Straßen fertiggestellt. Foto: Wewetzer

Espenau. Im Sinkflug befindet sich die Gemeinde Espenau weiterhin in Sachen Haushaltsdefizit: Nur noch auf 110 000 Euro beläuft sich der Fehlbetrag im ersten Etat-Entwurf, den Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) in seiner Amtszeit gestern in der Feuerwache den Gemeindevertretern präsentierte. Zum Vergleich: 2014 war Espenau noch mit 154 000 Euro in die roten Zahlen gerutscht. Damit unterschreitet Espenau sogar die Vorgabe der Kommunalaufsicht des Kreises von 120 000 Euro.

Höhere Steuern

Erreicht werden kann dies nach Auskunft von Albrecht Bertelmann vom Fachbereich Zentrale Dienste und Finanzen allerdings nur durch die seit nahezu 20 Jahren erste Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer, die den Gemeindevertretern vom Gemeindevorstand gestern ebenfalls vorgeschlagen wurde.

Positiv schlug sich im Etat-Entwurf der „kräftige Zuwachs“ bei der Einkommenssteuer nieder, die auf 2,47 Millionen Euro kletterte (2014: 2,17 Mio.). Auch die Gewerbesteuer erhöht sich - von 488 000 Euro im Jahr 2014 auf 552 000 Euro 2015. Einen Rückschlag musste die Gemeinde bei den Schlüsselzuweisungen des Landes hinnehmen: Sie sanken von knapp 1,3 auf 1,16 Millionen Euro - ein Minus von rund zehn Prozent. Auch die Kreis- und Schulumlage, die die Gemeinde an den Landkreis abführen muss, steigt an: von 2,37 auf 2,46 Millionen Euro. Die Kosten für das Personal und die Versorgungszahlungen klettern leicht von 2,1 auf 2,18 Millionen Euro, während die Personalstärke stabil bleibt.

Geld für Baugebiete

Die Investitionen liegen mit 1,25 Millionen Euro auf dem Level von 2014. Dickste Brocken sind dort 275 000 Euro für den Kauf eines Löschfahrzeugs, 200 000 Euro für den Endausbau der neuen Baugebiete „Auf der Schanze“ und „Im Lerchenfeld“, 100 000 Euro für Sanierungen im Abwasserbereich, 200 000 Euro für den Kauf von Grundstücken in der Atrium-Siedlung, 100 000 Euro für einen Anbau mit neuem Gruppenraum im Kindergarten Espe-Aue und 100 000 Euro für die Erneuerung von Feldwegen.

Dafür nimmt die Gemeinde Darlehen über 50 000 Euro auf. Der Schuldenstand kann jedoch von 7,4 auf rund sieben Millionen Euro gesenkt werden.

Von Stefan Wewetzer

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