Dorfgemeinschaftshaus Wickenrode: Möglicherweise zusätzliche Fördermittel – Jugendzentrum verkauft

Anbau wächst nun in die Höhe

Alt und neu: Das Dach des alten Dorfgemeinschaftshauses in Wickenrode (großes Bild hinten) ist bereits saniert. Das Gebäude war 1954 vom damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn eingeweiht worden. Der Rest des Altbaus wird umgebaut, wenn der Anbau (vorne) fertig ist. Dort werden im Keller die Schützen einziehen, darüber entsteht der neue Saal für bis zu 180 Personen. Das kleine Foto zeigt Udo Gunkel von der Baufirma Spitzenberg (Heiligenstadt) an den Fertigelementen des Anbaus. Fotos: Schindler

Helsa. Die Jugendlichen, die Schützen und die Fußballer in Wickenrode dürfen sich freuen, der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses kommt gut voran. Der neue Anbau ist im Rohbau beinahe fertig. Schon kann man die Ausmaße des großen Saals erkennen: Hier kann künftig kräftig gefeiert werden, das Mandolinenorchester kann zum Konzert aufspielen, und Hochzeitsgesellschaften können den großen Tag begehen.

„Wir liegen voll im Plan“, sagt Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) – und meint damit sowohl den Zeitplan als auch die Kosten. Im kommenden Sommer soll alles fertig sein, fast 1,5 Millionen Euro werden dann verbaut sein. Einen Großteil der Summe erhält die Gemeinde aus zwei verschiedenen Fördertöpfen. Die gesamte Zuschusshöhe steht noch nicht fest.

Stadtumbau-Programm

Für die energetische Sanierung des Altbaus gibt es Fördermittel von 90 Prozent, das heißt 650 000 der Kosten von 700 000 Euro erhält die Gemeinde als Zuschuss.

Beim Neubau, der mit 750 000 Euro zu Buche schlägt, ist die Lage unklarer. Helsa hat zwar eine Förderzusage aus dem Stadtumbau-Programm von 500 000 Euro. Es könnten aber auch mehr werden, meint Küthe – dann nämlich, wenn die anderen Kommunen ihre Fördersummen nicht ausschöpfen.

Helsa hat sein Bauprojekt im Verbund mit Kaufungen, Großalmerode, Hessisch Lichtenau und Waldkappel angemeldet, insgesamt geht es um eine Summe von 4 Millionen Euro. Kaufungen wollte mit seinem Anteil die Errichtung eines Fachwerkkompetenzzentrums des Landkreises unterstützen. Das Projekt ist jedoch gescheitert. Wenn Kaufungen bis Frühjahr 2012 nun kein anderes Bauprojekt nachschiebt, könnten laut Küthe weitere Fördermittel für Helsa zur Verfügung stehen.

Schreiner im Jugendzentrum

In das neue Dorfgemeinschaftshaus werden auch die Jugendlichen einziehen. Das bisherige Jugendzentrum in der Faulbachstraße wurde bereits verkauft, kann von den Jugendlichen aber bis zum Umzug weiter genutzt werden. Der Käufer, ein örtlicher Schreiner, nutzt bereits einen Teil des Gebäudes und wird sich dann weiter ausbreiten.

Die Schützen werden im Keller des Neubaus untergebracht. Auch das alte, marode Schützenhaus will die Gemeinde dann abstoßen. Durch den Wegfall der Unterhaltskosten für die zwei Gebäude verspricht sich die Gemeinde einen größeren Spareffekt.

Von Holger Schindler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.