Willy Pötter hat historische Abhandlung über die Reinhardswaldschule geschrieben

Am Anfang war das Bild

Stolz auf sein erstes Werk: Willy Pötter schildert in seinem Buch die Geschichte der Reinhardswaldschule. Foto: Sommerlade

Fuldatal. Die Reinhardswaldschule hat es Willy Pötter angetan. „Das ist eine Stätte, die mich von jeher fasziniert hat“, sagt der 76-Jährige aus Rothwesten. Entsprechend oft und gern habe er daher Fotoaufnahmen rund um die weitläufige Anlage der Einrichtung gemacht, bei der er 34 Jahre lang als technischer Angestellter beschäftigt war.

Jetzt hat der Geschichtsfan ein Buch über die Reinhardswaldschule herausgebracht. Genauer gesagt: eine historische Abhandlung über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die das Schocketal in den vergangenen Jahren mit Leben füllten.

162 Seiten umfasst Pötters Buch mit grünem Einband und dem Titel „Geschichte der Reinhardswaldschule - Berührungspunkte mit Menschen und Institutionen“. Eindrucksvoll wird darin die Geschichte des 1899 von Dr. Johannes Gottlieb Schaumlöffel gegründeten Kur- und Pensionshauses Schocketal beschrieben.

Sieben Jahre vorher war dem Sanitätsrat bei einer Jagdvesper in den Kasseler Wäldern die schöne Aussicht auf die Fuldaschleife und das Gut Kragenhof aufgefallen. Kurze Zeit später baute er ein Sanatorium auf dem Gelände.

1912 wurde dies zur Frauenschule, danach waren Kinder des Auguste-Förster-Hauses darin untergebracht. 1951 wurde die Anlage in Teilen als Altenheim der Stadt Kassel und als Lehrerfortbildungsstätte genutzt, bevor sie nach weiteren Stationen ab 2005 das Amt für Lehrerbildung beherbergte.

Die Idee, das Buch zu schreiben, kam Pötter anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung im Mai 1991.

„Damals zeigte ich eine kleine Dokumentation über die Reinhardswaldschule“, erinnert sich Pötter. „Die Ausstellung meiner gesammelten Fotos sollte die Entwicklung veranschaulichen. Anschließend erhielt ich viele Anfragen zur Vorgeschichte der Schule. Plötzlich war mein Wissensdurst geweckt, und es entstand die Idee zum Buch.“

„Es war gar nicht so einfach, alle Daten zusammenzutragen“, sagt Pötter. Durch die Kriegswirren seien Lücken geblieben. Auch die Überlegungen zum Buchaufbau und das Zusammenwirken von Wort und Bild mussten genau bedacht werden. „Am Anfang war das Bild. Das Buch und die Geschichte entstanden dann drum herum.“ Und dies über etliche Jahre.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er sei zuversichtlich, alle 250 Exemplare veräußern zu können.

Von Martina Sommerlade

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.