Projekttag zu erneuerbaren Energien für Kita-Kinder und Vorschulkinder

Anfassen und ausprobieren

Wind erzeugt Energie: Wie das funktioniert, das lassen sich Marie und Isabell (rechts) von dem Niestetaler Klimaschutzmanager Arno Scheer erklären. Foto: Helga Kothe

Niestetal. Ui, was passiert denn da? Wie funktioniert das denn? Warum geht denn jetzt das Licht an? Annika schaut fragend zu Vivien, Lena flüstert aufgeregt mit Sebastian, Chris und Luca drehen fleißig an der Kurbel eines Generators, Fabienne schüttet Wasser mit einer Gießkanne über ein Wasserrad. Sie sind sechs von 75 Kindern, die beim Projekttag rund ums Thema erneuerbare Energien im Kindergarten Regenbogen in Niestetal-Heiligenrode dabei waren.

Zwischen fünf und sieben Jahre sind sie alt und gehören zu den Vorschulkindern der Kitas Regenbogen und Am Park oder zu den Erstklässlern der Astrid-Lindgren-Schule.

Was die Sonne mit Strom zu tun hat und was man mit Muskelkraft alles bewegen kann, das erlebten sie während des Projekttages hautnah.

Der Tag war Teil der Projektwoche „Kinder erfahren die Kraft der Natur“, die gemeinsam von Kindergärten und Schule veranstaltet wurde. Gegenseitig besuchten die Kinder ihre Projekte. So nahmen am Vortag die Vorschulkinder beider Kindergärten auch am Projektunterricht der Erstklässler teil.

Mit Muskelkraft

In der Kita durchliefen die Kinder in vier Gruppen einen spannenden Energiezirkel. Vier Tische waren vier Themen gewidmet: Wasser-, Wind-, Sonnen- und Muskelkraft. Und wer glaubt, auf die Kinder wartete dort graue Theorie, um Antworten auf die vielen Fragen zu bekommen, der irrte. Es ging darum, mitzumachen, anzufassen, auszuprobieren, die Naturgesetze kennenzulernen. Simon Licht von Verein Energie 2000, der Energieagentur des Landkreises Kassel, machte vor, wie man aus Licht und Solarkollektoren Strom erzeugt.

An einer anderen Station lernten die Kinder, was man mit großer und kleiner Muskelkraft bewegen kann.

Arno Scheer, Klimaschutzmanager der Gemeinde Niestetal, zeigte, wie Windkraft funktioniert – und das zunächst an einem kinderleichten Beispiel: Nur mit der Kraft des Atems bewegten die Kinder ein Wattebäuschchen wie einen Fußball über ein Miniaturspielfeld. Die letzte Station demonstrierte, wie man mit der Kraft des Wassers einen Propeller in Bewegung setzt.

„Auf diese Weise möchten wir den Kindern spielerisch beibringen, welches Potenzial in den erneuerbaren Energien steckt“, sagt Scheer, der das Projekt begleitete. Ebenso wie Simon Licht, der ein freiwilliges ökologisches Jahr bei Energie 2000 absolviert: „Unser Ziel ist es, die Kinder so früh wie möglich an das Thema Klimaschutz heranzuführen.“

Neugier und Freude

Es war das erste Mal, dass sich die Kinder mit dem Thema Energie beschäftigt haben. „Es war die Kunst, diesen abstrakten Begriff runterzubrechen“, sagt Kindergartenleiterin Gundi Schniering. Das ist gelungen, wenn man sieht, mit welcher Neugierde und Freude die Kinder dabei waren. (pke)

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