Mitmach-Ausstellung zu Physik-Phänomenen im Ratio-Land in Hertingshausen

Anfassen ist erwünscht

Hört ganz genau hin: Felix probiert die hohlen Hörkugeln aus Metall aus. Sie fangen die Umgebungsgeräusche ein und geben diese verstärkt wieder. Fotos: Thöne

Baunatal. Physik kann manchmal ganzschön trocken und kompliziert sein. Spannend wird es meistens erst dann, wenn man selbst mitmachen darf. Und genau das geht bei der Ausstellung „Versuch’s mal - Faszination Physik“ im Einkaufszentrum Ratio-Land in Hertingshausen. Bei den 18 interaktiven Stationen ist Anfassen ausdrücklich erwünscht.

„Das Tolle an der Ausstellung ist, dass die Besucher selbst zu Entdeckern werden“, sagt Sönke Thießen, der als Experte vor Ort ist und Fragen zu den Exponaten beantwortet. Es gehe um ganz grundlegende physikalische Phänomene, die auf einfachste Weise dargestellt werden.

Die Ausstellung rege zum Spielen und Nachdenken an. So zum Beispiel auch die Knobelaufgaben und die haben es in sich. Das haben auch Karin Humburg und ihr Sohn Patrick festgestellt. Sie versuchen eine rote Pyramide mit dreieckiger Grundfläche und einen grünen Tetraeder in einen offenen Glaswürfel zu stecken – scheinbar unmöglich.

Nach kurzer Zeit haben die beiden aber den Dreh raus. Der Trick: Eine Kante des Tetraeders und des Dreiecks ist genau so lang wie die Diagonale des Würfels. „Es ist spannend, was man hier alles machen kann“, sagt Humburg.

Auch Agnes Krieger und ihrem Enkel Felix gefällt die interaktive Ausstellung: „Das ist ne super Sache“, sagt Krieger. Die Kinder hätten sonst immer Langeweile, wenn sie mit der Oma einkaufen gehen müssten. Langweilig wird es Felix auf der Ausstellung garantiert nicht.

Neugierig hält er sein Ohr an eine hohle Kugel aus Metall. „Bei diesem Exponat ist der Effekt sinnlich“, erklärt Thießen. Die Kugeln haben bestimmte Resonanzfrequenzen. Sind in den Umgebungsgeräuschen gleiche oder ähnliche Frequenzen der entsprechenden Kugel, schaukelt sich die akustische Schwingung auf. Hält man sich zum Beispiel die kleine Kugel ans Ohr, hört man ein ähnliches Rauschen wie bei einer Muschel. Die große Kugel gibt ein tiefes Wummern wieder.

Agnes Humburg und ihr Sohn Patrick schauen auch noch bei der begehbaren Seifenblase vorbei. Patrick stellt sich in die Mitte des Gestells und zieht mit einem Seil den Ring aus der Flüssigkeit. Um ihn herum erhebt sich für einen kurzen Moment ein Vorhang aus Seifenhaut. Dann platzt er. Patrick hat diese Mitmach-Station am besten gefallen: „Es hat Spaß gemacht, sich einzuseifen“ sagt er und lacht.

Info: Die Ausstellung dauert noch bis Samstag, 20. April.

Von Nina Thöne

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