Kreistag verabschiedet SPD-Antrag zur Sicherung von Hausarztpraxen

Angst vor hohen Schulden - Sicherung von Hausarztpraxen

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Praxen erhalten: Die flächendeckende Versorgung im Landkreis mit Hausärzten will die SPD sicherstellen.

Kreis Kassel. Um die langfristige Sicherung der Versorgung der 29 Kommunen des Landkreises mit Hausärzten ging es der SPD in der jüngsten Kreistagssitzung. Einige Praxen stünden vor dem Aus, da deren Nachfolge nicht gesichert sei.

Schließlich wurde ihr Antrag, den Kreisausschuss zu beauftragen, zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine Perspektivplanung zu erarbeiten, mit Mehrheit angenommen. Ein solches Konzept solle unter anderem aufzeigen, wann die Aufgabe von Praxen aus Altersgründen anstehe und welche Optionen für Nachfolger bestünden.

„Die Versorgung in den Randbereichen könnte ganz mau werden.“

Einige Praxen stünden vor dem Aus, da deren Nachfolge nicht gesichert sei, wenn die Inhaber aus Altersgründen aufgeben würden, begründete Brigitte Hofmeyer den SPD-Antrag. Gerade junge Ärzte würden sich nicht gleich nach Abschluss der Ausbildung selbstständig machen, „weil sie sich nicht gleich hoch verschulden wollen“.

Das könne bedeuten, dass im Landkreis die Versorgung mit Hausärzten in vier Jahren nur noch zu 90 Prozent gewährleistet sei. Und gerade „in Randbereichen könnte es dann ganz mau“ aussehen.

Eingearbeitet wurde vor der Abstimmung noch ein Änderungsantrag der FDP, der laut Lasse Becker vorsieht, bei der Erstellung des entsprechenden Konzepts auch die Frage zu berücksichtigen, „wie wir es hinbekommen, Leute aus der Region nach ihrem Studium wieder zurückzuholen“.

Der erste Absatz des SPD-Antrages, der sich um die Erarbeitung der Perspektivplanung dreht, wurde am Ende einstimmig angenommen.

Die übrigen Absätze, die sich mit den Themen Kooperation von Krankenhäusern und Hausarztpraxen, der Flexibilisierung bestehender Förderprogramme und der Ausbildungsmöglichkeiten von Allgemeinmedizinern an Kreiskliniken beschäftigt, wurden von den Christdemokraten abgelehnt. Die hatten die abschnittsweise Abstimmung beantragt. (swe)

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