Gruppe mit Menschen aus der Region besuchte Eco-Pfad und historische Schmiede in Simmershausen

Annonce brachte Wanderer zusammen

Besuch in der historischen Schmiede: Die 1891 von Schmiedemeister Karl Hellwig errichtete Schmiede, die mittlerweile als Museumseinrichtung vom Geschichts- und Museumsverein Fuldatal betreut wird, beeindruckte die Wandergruppe aus der Kasseler Region. Dabei erläuterten die Museumsleute Willy Pötter (Zweiter von rechts) und Theofil Hermann (rechts) fachkundig die Schmiedekunst. Foto: Hobein

Fuldatal. Sie gehören keinem Verein an, fanden sich nach einer Zeitungsanzeige in der HNA, bei der gefragt wurde: „Wer hat Lust, mit uns zu wandern?“ Die Gruppe besteht aus Menschen im Rentenalter aus der Kasseler Region, so unter anderem aus Kassel, Kaufungen, Calden und Edermünde.

„Wir sind ein Freundeskreis geworden, der sich einmal monatlich zum Wandern trifft. Dabei steht das freundschaftliche Miteinander im Vordergrund“, sagt Ilka Johannes aus Calden, die diesmal mit ihrem Ehemann Jürgen die Exkursion organisiert hatte und leitete.

Diese führte die Gruppe nach Simmershausen. Dort stand die historische Schmiede im Mittelpunkt einer Wanderung auf dem Eco-Pfad zur Siedlungsgeschichte des Fuldataler Ortsteiles. Die Schmiede ist Teil des Fuldataler Heimatmuseums und wird vom Geschichts- und Museumsverein Fuldatal betreut.

Museumsleiter Willy Pötter und Theofil Hermann, Beauftragter für die Schmiede, weihten die Besucher in die Geheimnisse der Schmiedekunst ein. Neugierig hierauf waren sie schon, die 35 Wanderer, die sich unter Leitung von Ilka Johannes getroffen hatten, um sich mit der Simmershäuser Geschichte in der Gegenwart zu beschäftigen.

Gleich am Anfang der Führung durch die historische Schmiede verblüffte Theofil Hermann die Besucher mit der Frage, was der Schmied tue, wenn er das Feuer in der Esse anmache? Die Antwort gab dann Hermann den Gästen selbst: „Er spielt mit der Flamme.“ Schon war das Eis gebrochen, und es kam eine interessante Führung zustande, bei der viele Fragen fachkundig durch die beiden Museumsleute Theofil Hermann und Willy Pötter beantwortet werden mussten.

Am Ende der Führung bedankten sich die Wanderfreunde mit dem mehrstrophigen Lied vom Hammerschmied, das der frühere Chorleiter Gerhard Creutzburg mit seiner Ziehharmonika begleitete. So endete in der Schmiede ein harmonischer Besuch, bei dem der 90-jährige Gerhard Creutzburg aus Calden-Fürstenwald, früher selbst einmal im Schmiedehandwerk tätig, einen Nagel schmiedete.

Die weiteren Stationen des

Eco-Pfades waren: der Helleweg, der Steinzeitliche Lagerplatz, der Kreuzstein und die Wüstung Rudolfshausen. Bei der Jungsteinzeitlichen Siedlung kehrte die Wandergruppe im Weidberghof ein und stärkte sich am Büfett mit hofeigenen Produkten der Familie Jütte.

Mit einem Film wurde die Gruppe über das Leben und insbesondere die Käseproduktion des landwirtschaftlichen Betriebes informiert. „Wir waren sehr beeindruckt“, zieht Jürgen Johannes ein positives Fazit vom Besuch in Simmershausen. (phk)

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