Anwohner berichten von „Gelagen“ in Nähe des Tatorts

Nach dem Anschlag: "Eine wilde Ecke hier"

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Anschlag auf B7 in Vellmar: Ein Täter warf von dieser Brücke einen Gegenstand auf ein fahrendes Auto

Vellmar. Der Tag nach dem Anschlag auf der Bundesstraße 7 in Vellmar: Einige, die in der Nähe des Tatorts wohnen, sind entsetzt. Ein Unbekannter hatte in der Nacht zu Sonntag von einer Brücke einen Metallpoller auf ein fahrendes Auto geworfen.

„Das ist kein Dummejungenstreich mehr“, sagt der Mann, als er am Sonntagnachmittag erfährt, was in der Nacht zuvor in seiner Nachbarschaft passiert ist. Ein Unbekannter hat am Samstagabend kurz vor Mitternacht einen Metallpoller von der Fußgängerbrücke, die die Vellmarer Parkstraße und den Ahnepark verbindet, auf die Fahrbahn der Bundesstraße 7 geworfen. 

Ein 56-jähriger Autofahrer aus Hessisch Lichtenau hatte großes Glück im Unglück: Sein Wagen wurde nicht getroffen, er fuhr allerdings über den Metallgegenstand. Eigentlich wundert sich der Anwohner nicht wirklich, dass so etwas passiert ist. In der Vergangenheit sei wiederholt Blumenschmuck von seinem Grundstück gestohlen worden. Die Überreste habe er später auch auf der B 7 liegen gesehen. 

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Der Mann berichtet, dass auf der Brücke und im Ahnepark am Wochenende immer wieder „Gelage“ von Jugendlichen stattfinden. „Am Samstagabend ist das eine wilde Ecke hier.“

Ein anderer Anwohner ist noch in der Nacht zum Sonntag von der Polizei befragt worden, ob er von dem Anschlag irgendetwas mitbekommen habe. Dieser Mann erzählt, dass er am frühen Abend eine Gruppe von fünf Jugendlichen gesehen habe, die mit vielen Flaschen zum Ahnepark gezogen sei. Ob es sich dabei um die Täter handele, wisse er natürlich nicht. 

Aber auch dieser Mann berichtet, dass es rund um den Park oft Randale gebe. Laternen seien auch schon abgebrochen worden. 

Fotos vom Tatort

Metallpoller von Brücke auf B7 geworfen

Wie der oder die Täter am Samstagabend den Poller aus dem Boden bekommen haben, darüber machte die Polizei bislang keine Angaben. Der Anwohner sagt allerdings, dass die Poller, für die Gemeindemitarbeiter und die Müllabfuhr einen Schlüssel hätten, oft am Rande des Weges liegen würden. Manchmal werde wohl vergessen, die Poller aus Metall wieder an ihren richtigen Platz zu bringen und zu verschließen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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