Anschluss an A 49: Ausbau in Baunatal verzögert sich erneut

Hier ballt sich der Verkehr: Immer mehr Autos und Lastwagen rollen über den Autobahnanschluss Baunatal-Mitte. Der Umbau des Verkehrsknotens nahe dem Volkswagenwerk verzögert sich erneut.

Baunatal. Die Planungen für den Umbau des Autobahnanschlusses Baunatal-Mitte an der Autobahn 49 verzögern sich um ein weiteres Jahr. Das bestätigt Christina Röntgen, Sprecherin des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), auf Anfrage.

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Schon mehrfach war der Umbau des hoch belasteten und zum Teil engen Verkehrsknotens immer wieder verschoben worden. Die Behörde werde die Vorplanung, bei der es etwa um Grundstücksankäufe und Fragen der Entwässerung des Geländes geht, erst in diesem Sommer dem Bundesverkehrsministerium vorlegen, erläutert die ASV-Sprecherin. Eigentlich sollte dieser Schritt, der vor einem Planfeststellungsverfahren läuft, bereits bis zum Sommer 2010 abgeschlossen sein. Röntgen rechnet mit einem Baustart nun nicht vor dem Jahr 2015.

Die Sprecherin begründet die Verzögerung mit Schwierigkeiten bei der Entwässerungsplanung. „Die Ergebnisse liegen uns erst seit kurzer Zeit vor.“ Zu berücksichtigen seien beispielsweise die Trasse der Hochspannungsleitung vom VW-Kraftwerk gewesen und das Gelände einer ehemaligen Tankstelle am Harzweg. Das mache eine solche Planung kompliziert.

Verärgert ist man beispielsweise bei VW in Baunatal über die Entwicklung. Schließlich ist der Autobauer auf eine gute Verkehrsinfrastruktur angewiesen. „Für die Verzögerung bei den Behörden haben wir kein Verständnis“, sagt VW-Sprecher Rudi Stassek. Das gehe zulasten der Lieferanten und auch der Anwohner.

Von Sven Kühling

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