Anschub für Freiwilligenarbeit

Synode mit neuem Vorstand - Kirchengemeinden müssen weiter sparen 

Der neue Kirchenkreisvorstand: Dekanin Carmen Jelinek (von links), Rainer Tempel, Pfarrerin Corinna Luttropp-Engelhard, Pfarrer Thomas Vogt, Manfred Bärthel, Pfarrer Werner Pausch, Rainer Reinke, Ute Jäger, Elke Mette und die neue Vorsitzende, Stefanie Roß-Stabernack. Foto: Dilling

Baunatal. Stefanie Roß-Stabernack (Fuldatal) ist neue Vorsitzende des Kirchenkreisvorstands Kaufungen. Sie wurde während der Synode in Rengershausen mit neun weiteren Gremiumsmitgliedern (vier Geistlichen und sechs Laien) gewählt. 

Zu ihrer Stellvertreterin bestimmten die Delegierten aus den 33 Kirchengemeinden des Kasseler Speckgürtels Dekanin Carmen Jelinek. Roß-Stabernack, die für die SPD auch Vorsitzende der Gemeindevertretung Fuldatal ist, tritt die Nachfolge von Helmut Matthey (Ahnatal) an. Die 47-jährige ist wie das übrige Gremium auf sechs Jahre gewählt. Sie wolle in der Synode eine offene Diskussion pflegen, in der auch Kritik erwünscht sei, sagte Roß-Stabernack.

Der neue Vorstand wird sich mit den gleichen Themen befassen müssen wie der vorherige: Sinkende Finanzmittel, Abbau von Pfarrstellen, Sanierung von Pfarrhäusern und Kirchen sowie die Intensivierung der kirchlichen Arbeit auf Gemeindeebene. Einen Schwerpunkt lege man auf die Stärkung des Ehrenamts in der Kirche, sagte Dekanin Jelinek gegenüber der HNA. Der Kirchenkreis sei dabei Pilot-Kirchenkreis innerhalb der Landeskirche. Beim Dekanat sei eine 10-Stunden-Stelle dafür geschaffen worden. Aus den Kirchengemeinden soll jeweils ein Tandem aus Pfarrer und einem Kirchenvorstandsmitglied zu Fortbildungen fahren. Es gehe darum, Freiwillige in den Gemeinden zu unterstützen und noch besser auf ihre Arbeit vorzubereiten, erklärte Jelinek.

Um Finanzmittel zu sparen müsse man in den Kirchengemeinden auch an einen „geordneten Rückbau“ denken, sagte die Dekanin weiter. Das beginne mit der Frage, ob jedes Angebot der Kirche tatsächlich an jedem Ort angeboten werden müsse, oder ob eine Spezialisierung möglich sie.

Die Kooperation unter Gemeinden müsse weiter ausgebaut werden. Für die Reduzierung der Gebäudeflächen habe man der Landeskirche bereits Vorschläge. (pdi)

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