Anwohner vom Baunataler Gewerbegebiet Buchenloh hofft auf Ruhe

Abstellplatz für Lastwagen: Die Eisenstraße wird nachts von Lkw-Fahrern als Umschlag- und Rastplatz genutzt. Links von diesem Szenario befindet sich das Grundstück von Holger Gumbel. Foto: nh

Baunatal. Es gibt Nächte, in denen kann Holger Gumbel kaum schlafen. Dann wird der Abschnitt der Eisenstraße vor seinem Grundstück zum Lkw-Umschlagplatz. Container werden auf- und abgeladen.

Lkw-Fahrer rangieren auf der schmalen Fahrbahn. Der 42-jährige Rengershäuser, der im Gewerbegebiet Buchenloh seit 2003 sein Wohn- und Geschäftshaus hat, kämpft seit Jahren für mehr Ruhe und Sauberkeit. Zuletzt vor Gericht. Jetzt hat er vor dem Verwaltungsgericht mit der Stadt Baunatal einen Vergleich geschlossen.

Vor dem Grundstück Gumbels werden nun auf beiden Seiten Halteverbotsschilder aufgestellt. Auf der einen Seite gilt absolutes Halteverbot, auf der anderen eingeschränktes. Dazu hat sich die Stadt mit dem Vergleich verpflichtet. Außerdem muss die Verwaltung künftig verstärkt auf die Reinigung der Eisenstraße achten.

Die Straßenreinigung war auch der Anlass für den Rechtsstreit. Holger Gumbel wollte nämlich keine Straßenreinigungsgebühr an die Stadt zahlen. Schließlich, so sagte er, müsse er damit dafür aufkommen, dass einige Brummi-Fahrer vor seiner Haustür Dreck, Öl und Müll hinterließen.

Dass große Öllachen auf dem Asphalt zu finden seien, komme häufiger vor, sagt Gumbel. „Das Öl fließt dann einfach in den Kanal. Da kümmert sich kein Mensch drum.“

Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz bestätigt indes, dass die Stadt bis zum 1. März die im gerichtlichen Vergleich vereinbarten Halteverbotsschilder aufstellen müsse. Grundsätzlich hält die Juristin diese Art der gerichtlichen Einigung für eine gute Sache, weil es sich um eine Kompromisslösung, eine einvernehmliche Regelung handele.

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