Ferienspiele in Schauenburg: 200 Kinder schnupperten bei Feuerwehr und Rettungsdiensten hinein

Mit Anzug, Helm und Strahlrohr

Gut behelmt: Katharina (6, von links), Karim (7), Magnus (6) und Maximilian (7) schwitzten in der Sonne in ihren schweren Schutzanzügen von Feuerwehr und Rotem Kreuz. Es machte ihnen Spaß, einmal Feuerwehrmann zu spielen. Fotos:  Dilling

Schauenburg. Katharina (6), Karim (7) und Karim ist der Schutzanzug geschätzte zehn Nummern zu groß. Doch stolz lächeln sie unter ihren Feuerwehrhelmen, die ihnen fast über die Augen rutschen, in die Kamera von Jörg Dreismann, der von jedem Kind vor dem Feuerwehrauto ein Erinnerungsfoto schießt.

Der Feuerwehrtag ist einer der Höhepunkte der Schauenburger Ferienspiele, die noch bis Ende kommender Woche dauern. An mehreren Stationen lernten die 200 Kinder nicht nur das feuerwehrtechnische Gerät und Wissenswertes über Brandschutz und Rettungsdienst. Sie hatten auch ihren Spaß beim Balancieren über Löschschläuche und beim Zielspritzen auf Bälle. Das Schauenburger Rote Kreuz (DRK) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)hatten einen Hindernisparcours aufgebaut, den die Kinder mit einem Krankentragestuhl bewältigen mussten. Laura Klein vom Jugendrotkreuz zeigte ihnen, wie man „Unfallopfern“ blutige Wunden anschminkt.

Immer jüngere Kinder

Solche Aktionen faszinieren vor allem jüngere Kinder von sechs oder sieben Jahren. Deren Anteil sei im Lauf der Jahre bei den Ferienspielen stetig gewachsen, sagt Martina Kupke, Jugendpflegerin der Gemeinde. Möglicherweise liege das auch daran, dass immer mehr Eltern in den Sommerferien arbeiten müssen. Die Jüngeren benötigten mehr Zuwendung, sie seien aber auch begeisterungsfähiger als die Älteren, ergänzt ihre Kollegin Kirsten Moser. Die Jugendpflege hat auf die Veränderung der Teilnehmerstruktur reagiert: Früher haben 20 Betreuer ausgereicht. Diesmal kümmern sich mehr als 40 Jugendliche und junge Erwachsene um die Ferienspiele-Kinder.

Probleme, genügend ehrenamtliche Helfer zu finden, hat die Jugendpflege dabei nicht. Viele der jungen Leute sind so engagiert wie Charleen Calov. Die 17-jährige Schülerin des Lichtenberg-Gymnasiums, arbeitet nicht nur schon drei Jahre bei den Ferienspielen mit sondern betreut auch noch zwei Mal die Woche den Schauenburger Kinder Club. „Es ist spannend mit anzusehen, wie sich die Kinder über die Jahre entwickeln“, sagt sie. Calov gehörte wie ihr Kollege Daniel Günther (17) und viele weitere Betreuer früher selbst zu den Kindern, die regelmäßig die Ferienspiele genossen. Das Betreuerteam bilde eine „tolle Gemeinschaft. Wir treffen uns auch privat in der Freizeit“, erzählen die beiden Jugendlichen.

Von Peter Dilling

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