Andrang in Kaufungen blieb aus, aber großes Interesse an Sorten-Bestimmung

Apfeltag verliert an Bedeutung

Sortenbestimmung: Siegmund Schmidt (rechts) stellte dem Pomologen Walter Meiß (links) die in Neuental bei Borken gepflückten Äpfel vor. Mit auf dem Bild ist Dr. Uwe Nießner. Foto: Wohlgehagen

Kaufungen. Obwohl die nordhessische Apfelernte in diesem Jahr um rund 25 Prozent höher ausfällt als im Vorjahr, blieb der erwartete Andrang beim „Kaufunger Apfeltag“ aus.

„Der Apfeltag verliert etwas an Bedeutung“, das sei aber auch so gewollt gewesen, sagte Dr. Uwe Nießner. Der Hausarzt und Naturliebhaber hatte diese Veranstaltung vor sieben Jahren initiiert. Er gehe davon aus, dass viele Hobby-Gärtner sich inzwischen eigene Geräte angeschafft haben und selbst Saft herstellen, sagte Uwe Nießner der HNA.

Auf dem Kundenparkplatz der Firma Kellner konzentrierte sich das Geschehen nach dem Schreddern und Pressen auf die Pasteurisierung und Abfüllung des Natursaftes: „Wir haben rund 120 Kilo Goldparmäne und Gravensteiner Äpfel mitgebracht und daraus 60 Liter reinen, ungespritzten Saft abfüllen können“, sagte der 78-jährige Biologe Dr. Martin Boness aus Vollmarshausen.

Obstliebhaber Siegmund Schmidt (75) aus Kassel-Forstfeld, für den der wechselseitig in Lohfelden und Kaufungen veranstaltete Apfeltag immer dazugehört, lieferte diesmal Äpfel an, die von Bäumen einer Streuobstwiese in Neuental-Waltersbrück bei Borken stammen.

Um welche Sorten es sich dabei handelt, konnte ihm auch Walter Meiß nicht genau sagen: „Bei dem roten Apfel handelt es sich wahrscheinlich um einen Starking Delicious“, wegen des grünen Apfels müsse er zu Hause noch einmal nachschlagen, sagte der Lohfeldener Pomologe. Bei mehr als 70 Prozent der ihm in Oberkaufungen vorgestellten Apfelsorten konnte Walter Meiß die Sorten unmittelbar bestimmen. (ppw)

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