Langer juristischer Streit mit Baufirma droht

Sanierung für 1,3 Mio. Euro: Stützpfeiler im Aqua-Park Baunatal rostig

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Hier soll zunächst nur Geld für die Sanierung fließen: Im Aqua-Park in Baunatal sind Stützpfeiler defekt. Eine Instandsetzung wird voraussichtlich 1,3 Millionen Euro kosten.

Baunatal. Seit Wochen ist das Freizeitbad im Baunataler Aqua-Park dicht. Jetzt hat ein gerichtlich bestellter Gutachter auch noch Schäden an tragenden Stützpfeilern festgestellt. Eine Sanierung wird richtig teuer.

Das Baunataler Rathaus rechnet mittlerweile mit Instandhaltungskosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Ursprünglich ging man von einer sechsstelligen Summe aus.

Dass das Bad aufgrund der Korrosion in den Stahlteilen nun ganz umgebaut oder gar vollständig abgerissen werden muss, schließt die Stadt Baunatal aus.

Feuchtigkeit ist nach Angaben von Stadtsprecher Thomas Briefs durch den maroden Fliesenbelag und den Estrich eingedrungen und hat auch die Stahlkonstruktion in den Stützen angegriffen. Zusätzlich zu dem kaputten Bodenbelag des erst vor fünf Jahren frisch sanierten Freizeitbades müssen nun auch noch die Stützen instandgesetzt werden.

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Die Schäden seien nur in dem Bereich des Bodenabschlusses aufgetreten, sagt der Stadtsprecher. Durch ein Spezialverfahren könnten die verrosteten Metallträger versiegelt werden. „Das ist ein geübtes Verfahren.“

Von den kalkulierten 1,3 Millionen Euro will Baunatal eine Million Euro von den Firmen, die damals Fliesen und Estrich verlegt haben, zurückbekommen. Wie lange ein juristischer Streit dauern kann und wie die Chancen stehen, sagt das Rathaus nicht.

Bereits Ende 2013 waren die ersten Fliesen in dem 2008 renovierten Bad wieder abgeplatzt, weil Wasser eingedrungen war. In der Folge bröckelte der Bodenbelag insbesondere auf den Umläufen weiter. Auch in den Becken traten Schäden auf. Das Rathaus beantragte beim Landgericht ein Verfahren, in dem ein Gutachter die Schäden dokumentiert. Weil immer mehr Schäden entdeckt werden, verschiebt sich die Wiedereröffnung weiter nach hinten: „Ende Februar“ – so lautet die aktuelle Angabe.

Von Sven Kühling

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