Die Bankkauffrau Sonja Munsch aus Mönchehof entdeckte die Malerei für sich

Aquarell trifft auf Tusche

Landschaften als Lieblingsmotiv: Sonja Munsch zeigt ein Aquarell mit einer Szene am Meer. Die Bankkauffrau aus Mönchehof setzte mit schwarzer Tusche ergänzende Akzente. Fotos:  Wienecke

Espenau. „Ein Schicksalsschlag in meiner Familie hat mich zur Malerei geführt“, sagt Sonja Munsch. „In der Reha in Bad Segeberg habe ich 2005 einen Kurs besucht“, ergänzt sie. Inzwischen zeigte die 57-Jährige ihre Werke in Bankhäusern in Borken und Grebenstein und hat erstmals beim Kreativmarkt im Fuldataler Forum in Ihringshausen mitgewirkt. Auch in der Rathaus-Galerie in Espenau-Hohenkirchen waren ihre Arbeiten bereits zu sehen.

Komplett abschalten

Zu dem Aquarell, das einen Bambushain zeigt, wurde die Bankkauffrau von einer japanischen Weisheit inspiriert: Sei wie der Bambus, beuge und biege dich anmutig wie der Wind es will, und du wirst niemals brechen, lautet sie.

Bei dem Aquarell, das den Strand und Meeresbewohner wie Muscheln und Schnecken zeigt, hat Sonja Munsch zunächst mit wasserfester Tusche gearbeitet und dann aquarelliert. „Mit Tusche werden auch Akzente gesetzt“, erklärt sie. „Beim Malen schalte ich komplett ab“, sagt die Mutter einer erwachsenen Tochter, die mit ihrem Mann in Mönchehof lebt.

„Zunächst habe ich Aquarellstifte benutzt“, erzählt sie. Ihre Kenntnisse vertiefte die gebürtige Gudensbergerin in Volkshochschulkursen, die in Vellmar stattfanden. Seit 2008 besucht sie einen Malkurs im Adolph-Kolpinghaus in Kassel. „Wilhelm Dusil hat mir beigebracht, nicht mit dem Kopf, sondern aus dem Handgelenk und dem Herzen zu malen“, sagt sie über den Künstler aus dem Siebengebirge. „In den Ferien male ich an unserem alten Küchentisch in meinem Dachatelier, wo ich auch Taschen in unterschiedlichen Größen herstelle“, berichtet Sonja Munsch. „Das Nähen und das Malen bedeuten mir viel, sie geben mir Kraft. Ich verschenke einiges und gestalte auch Grußkarten“, erläutert sie.

„Ich arbeite grundsätzlich nur mit den Grundfarben Gelb, Blau und Rot“, verrät Sonja Munsch. „Alle anderen Farbtöne mische ich selbst. Es gibt nur wenige, die das machen. Das fordert mich zusätzlich heraus“, meint sie.

Beruflich ist Sonja Munsch der Kasseler Sparkasse treu geblieben. Zunächst arbeitete sie im Kundenservice, seit 16 Jahren ist sie im Gebäudemanagement tätig. Dort verwaltet und vermietet sie die Immobilien des regionalen Geldinstituts.

Von Bettina Wienecke

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.