Elisabeth und Ernst Pleger aus Dennhausen feiern Diamantene Hochzeit

Ehrentag: Heute vor 60 Jahren schlossen Elisabeth und Ernst Pleger den Bund fürs Leben. Foto: Oschmann

Fuldabrück. „Oma hat immer sehr hart gearbeitet, die hatte gar keine Zeit für Blödsinn“, erklärt Enkeltochter Anja. „Opa dagegen war ein bisschen anders, der hatte immer Zeit zum Reden.“ So bringt es die junge Frau auf den Punkt.

Oma und Opa – das sind Elisabeth und Ernst Pleger, die heute auf den Tag 60 Jahre miteinander verheiratet sind und das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Ernst Pleger (92) entstammt einer Landwirtsfamilie aus Danzig. In Dörnhagen fand er ab 1947 seine Heimat. Bis dahin hatte er den Krieg, amerikanische Gefangenschaft mit Arbeit auf einer Tabakplantage in Kentucky erlebt. 1947 führte ihn das Schicksal nach Dörnhagen, wo er in der Landwirtschaft sofort Arbeit fand.

Auch auf dem Hof von Elisabeth Pleger (89), geborene Werner, brauchte man Unterstützung. So kam der junge Heimkehrer 1949 nach Dennhausen, wo er in Elisabeth seine spätere Frau fand.

Schöne Reisen

Nach der Hochzeit lebten die Plegers in Dennhausen im Haus der Ehefrau. Die harte Arbeit in der Landwirtschaftprägte das Leben. Elisabeth Pleger war eine tüchtige Frau, die stets anpackte. Sie war außerdem bei den Landfrauen tätig, später im Seniorenkreis. Basteln und handarbeiten waren ihre liebsten Beschäftigungen in der knapp bemessenen Freizeit. Ehemann Ernst engagierte sich als Gemeindevertreter und in der Freiwilligen Feuerwehr, wo er Ehrenmitglied ist.

An Urlaub vom harten Arbeitsalltag war für das Ehepaar, das eine Tochter, zwei Enkelinnen und zwei Urenkelinnen hat, in den ersten Jahren nicht zu denken. Später unternahmen Elisabeth und Ernst Pleger immer mal Reisen, zum Beispiel nach Russland, Jugoslawien, Österreich. Daran knüpfen die beiden schöne Erinnerungen. Das war eine gute Zeit, sagen die Plegers übereinstimmend.

Tochter Gerlinde lebt mit ihrem Mann Reinhard mit im Haus und unterstützt die Eltern. Sie erinnert sich noch genau an die Kleintierzucht, Hühner und Enten, die sie ganz früher hatten. Das haben wir für die Enkel dann wieder so ein bisschen aufgebaut, erzählt sie.

Hinter dem Haus gibt es ein Stück Wiese, das die Plegers als kleinen Campingplatz betreiben. Sie hätten Stammgäste, die die Ruhe und schöne Landschaft genießen, sagt das Ehepaar. Auch während der documenta beherbergten sie hier Besucher. Dass Weihnachten und der Diamantene Hochzeitstag so eng beieinander liegen, sorgt für ein bisschen Aufregung bei den alten Herrschaften. Viel Besuch zum Gratulieren hat sich angesagt. Die ganze Familie bereitet das Hochzeitsjubiläum vor. „Dass Oma und Opa soooo lange miteinander verheiratet sind, finde ich klasse“, sagt Enkeltochter Anja strahlend.

Von Sabine Oschmann

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