Neuer Eco-Pfad wird heute in Helsa eröffnet – Neun Stationen auf elf Kilometern

Arbeit und Kultur im Blick

Das sind die „Macher“ des neuen Eco-Pfades in Helsa, der heute am Sportplatzweg in Helsa von Landrat Uwe Schmidt seiner Bestimmung übergeben wird (von links): Birgit Mietzner (Grafische Gestaltung), Winfried Rode und Jürgen Scholz (Dorfgemeinschaft Helsa), Dr. Thilo Warneke (Texte) und Gerd Vogelsang (Geschichtsverein Helsa). Foto: Wohlgehagen

Helsa. An der Obermühle in Helsa wird Landrat Uwe Schmidt am heutigen Donnerstag, 2. Juni, ab 11 Uhr den Eco-Pfad „Industrie- und Kulturgeschichte Helsa“ eröffnen.

Der jüngste Eco-Pfad im Landkreis Kassel ist zehn Kilometer lang. An neun Stationen ermöglicht er eine Zeitreise durch den von vielen Fachwerkhäusern geprägten Ort, der zudem eine interessante Industriegeschichte vorweisen kann.

Vom 16. Jahrhundert bis heute

Der Eco-Pfad startet zeitlich im frühen 16. Jahrhundert und führt bis in die Gegenwart. Wanderer können den Weg als Ganzes oder in zwei Abschnitten erforschen: Der südliche Teil führt bis zum Kaskadengraben (6 Kilometer), der östliche vom Bahnhof aus bis zum Therapiezentrum und zur Glashütte Lappenloch (5,5 Kilometer). An reiner Gehzeit benötigt man für beide Strecken jeweils zwei Stunden.

„Das Thema Industriegeschichte spielt in Helsa eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Thilo Warneke, der für die Inhalte der Informationstafeln des Eco-Pfades und für den Text der farbigen Informationsbroschüre verantwortlich zeichnet. Der geschichtsträchtige Weg führt zu Standorten von alten Mühlen, zum Basalt- und Sägewerk, Kaskadengraben und zur Glashütte Lappenloch, die einst zu den hundert bekannten Glashütten im Kaufunger Wald gehörte.

Die Idee für den neuen Eco-Pfad hatte Winfried Rode von der Dorfgemeinschaft Helsa. An den Bildern und Texten ist der Geschichtsverein Helsa mit Gerd Vogelsang an der Spitze maßgeblich beteiligt. „Der Eco-Pfad wäre ohne die Mitwirkung der Vereine gar nicht entstanden“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD). Das touristische Profil der Gemeinde Helsa sei durch den neuen Eco-Pfad noch einmal aufgewertet worden, so der Verwaltungschef.

Basalt und Glas

Der Eco-Pfad beginnt am Bahnhof Helsa. Hier wird die Bedeutung des Basaltabbaus im Stiftswald gewürdigt. Der Weg führt weiter zur Firma Esterer, wo auf dem Gelände einer alten Mühle hochmoderne Tanklastfahrzeuge gebaut werden. Von dort geht es über Kirche und Gemeindeschenke Helsa zum Sägewerk, das 1968 abgerissen wurde, und zur Obermühle. Weiter südlich verweisen die Kaskaden auf die Sprengstoff-Fabrik in Hirschhagen. Am Helsablick wird über die Geschichte des Ortes informiert. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt führt der Eco-Pfad über den Standort Glashütte am heutigen Senioren- und Therapiezentrum vorbei, das früher die frühere Bedeutung Helsas als Luftkurort untermauert.

Die Gestaltung und Errichtung der Informationstafeln und Wegweiser an der Strecke kosteten 16 900 Euro, die auf Empfehlung des Landkreises mit 10 000 Euro vom Land Hessen gefördert wurden. Den Restbetrag hat die Gemeinde Helsa aufgebracht.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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