Autobahn 44: Bergshäuser Brücke über die Fulda soll in zwei Etappen abgerissen und ersetzt werden

Arbeiten frühestens ab 2015

Soll bald durch einen Neubau ersetzt werden: Die Bergshäuser Brücke über die Fulda. Archivfoto: Busch

Fuldabrück. In 55 Metern Höhe führt die Bergshäuser Brücke an ihrem höchsten Punkt die A44 über die Fulda. Doch das über 40 Jahre alte Bauwerk ist marode, soll bald abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Jetzt wurden weitere Details über die Planung des Neubaus bekannt, der zusammen mit dem Abriss rund 45 Millionen Euro kosten soll.

Die Autobahn wird von vier auf sechs Spuren erweitert – wie auf dem gesamten 5,5 Kilometer langen Abschnitt der A44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd. Vermutlich wird eine Betonkonstruktion das bisherige Bauwerk aus Stahl ersetzen, weil Beton den Verkehrslärm besser dämpft, teilte Reinhard Banse vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Kassel mit.

Wände gegen den Lärm

Auch mit neuen Wänden will man den Lärmschutz auf der Brücke verbessern. Und es gibt ein Konzept dafür, wie der Verkehr umgeleitet werden soll, während gebaut wird – was frühestens ab dem Jahr 2015 der Fall sein wird. Der jetzige 700 Meter lange Bau besteht eigentlich aus zwei Brücken, die nebeneinander über die Fulda geschlagen wurden. Der nördliche Teilbau führt den Verkehr zweispurig in Richtung Dortmund, der südliche führt ihn, ebenfalls zweispurig, in Richtung Kassel. Zusätzlich gibt es auf dem südlichen Brückenteil einen Standstreifen. Den will man in der Bauphase nutzen: Während der nördliche Teilbau mit den Fahrbahnen in Richtung Dortmund als erster abgerissen wird, wird der Verkehr in beide Richtungen über den zweiten Bau fließen, wofür dann inklusive Standstreifen drei Fahrbahnen zur Verfügung stehen. Und erst wenn die neue Brücke befahrbar ist, wird auch der zweite Teil des alten Baus abgerissen. Für den Schwerlastverkehr wird noch eine andere Ausweichmöglichkeit in Betracht gezogen: „Die Lkw könnten in dieser Zeit über die A49 umgeleitet werden“, sagt Banse vom ASV.

Endgültige Entscheidungen über die Art des Baus können laut Banse noch nicht getroffen werden. Während des Planungsverfahrens wird sich das ASV zunächst mit Behörden und vom Ausbau betroffenen Gruppen absprechen. Dazu gehört neben den Verkehrsbehörden und Vertretern der anliegenden Gemeinden Baunatal und Fuldabrück auch der hessische Fischereiverband – weil die Brücke über die Fulda führt. Bei gemeinsamen Treffen soll auch über das Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsstudie beraten werden.

Würden durch den Abriss und Neubau schützenswerte Tierarten bedroht, müsste man die bestehenden Pläne neu überdenken, sagt Banse. Auf der Strecke der A 44, die vom Ausbau betroffen ist, stehen sechs weitere, kleinere Brücken. Diese müssen entweder ebenfalls neu gebaut oder verbreitert und verstärkt werden. Fertig wird die neue Bergshäuser Brücke frühestens im Jahr 2018 sein. (nh)

Von Irene Habich

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