Wirtschaftsgemeinschaft befürchtet Nachteile für Geschäfte – Netzwerk der Betriebe soll verstärkt werden

Argusauge auf Verkehrspläne

Mit dem neuen Logo der Wirtschaftsgemeinschaft: Präsident Peter Hammerschmidt (von links), Vizepräsidentin Diana Plettenberg, Geschäftsführerin Annette Böhle, die Vize Torsten Krug und Stefan Dittmar ,Schatzmeister Jürgen Weber und Pressereferentin Kerstin Bühnert. Foto: Jünemann

Baunatal. Die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal mit ihren 303 Mitgliedsbetrieben lehnt verkehrliche Änderungen ab, die Nachteile für die Geschäftswelt in der Baunataler Innenstadt bringen.

Weder dürften an der Heinrich-Nordhoff-Straße Parkplätze verringert oder auf die andere Seite verlegt werden, noch dürfe das Einkaufszentrum von Bäumen an der Friedrich-Ebert-Allee verdeckt werden. Das sagte der alte und neue Präsident Peter Hammerschmidt am Rande einer Mitgliederversammlung am Donnerstag.

Die Stadt habe Pläne mit Längs- statt der heutigen Schrägparkplätze an der Nordhoff-Straße vorgestellt, so Hammerschmidt. Erstens halte man das für problematisch, weil somit die Zahl der Plätze sinke. Zweitens werde sowohl für Mütter mit zwei Kleinkindern als auch für Senioren das Aussteigen aus dem Auto erschwert, denn es ragten Türen in den fließenden Verkehr. Nach Ansicht Hammerschmidts und seiner Kollegen kann es auch nicht sein, dass motorisierte Kunden der Läden an der Ostseite der Nordhoff-Straße vor dem Einkauf zunächst die Fahrbahnen überqueren müssen.

O-Ton: Peter Hammerschmidt, Präsident der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal

Laut Hammerschmidt werden ferner die geplanten Bäume an der Südseite der Friedrich-Ebert-Allee kritisch gesehen. Zum einen wolle die Stadt „die Wagenburg“, als die das Zentrum heute wirkt, aufbrechen. Zum anderen werde man aber in wenigen Jahren mit den dann gewachsenen und belaubten Bäumen eine neue Wand bekommen. Fazit: Einige wenige Bäume in größeren Abständen würden ausreichen. Auch dürfe der vorgesehene Fußgängerweg – anders als der Radweg – nicht direkt an die Straße verlegt werden, sondern müsse vor den Läden bleiben, damit deren Angebote gesehen würden.

Ferner wünscht sich Hammerschmidt, dass von 34,5 Mio. Euro, die das Rathaus für Sanierungen kalkuliert, einiges Geld in Baunatal bleibt. Allerdings müssten dafür, anders als beim Rathaus-Umbau, kleinere Gewerke ausgelobt werden. Hammerschmidt an die Adresse der Stadtverwaltung: „Da erwarte ich ein bisschen mehr Miteinander.“

Bürgermeister Manfred Schaub hatte in der Mitgliederversammlung Bildung und Sportförderung, die man neben den Sanierungsaufgaben – Kulturhalle Großenritte, Parkstadion, Sporthallen – stark forciere, „als nahezu harte Standortfaktoren“ bezeichnet. Sie bewirkten den Zuzug junger Familien und brächten der Wirtschaft Kunden. Hammerschmidt führte den Gedanken später so fort: „Die Betriebe profitieren und spielen wieder Geld in die Kasse der Stadt.“

In seiner Jahresbilanz vor 60 Mitgliedern und Gästen nannte der Präsident unter anderem die gut besuchte Bau- und Wirtschaftsmesse zusammen mit der Stadt im Februar 2012 und einen öffentlichen Blutspendetermin mit 100 Teilnehmern. Für die Zukunft sei wichtig, das Netzwerk der Betriebe noch fester zu knüpfen und noch stärker zu kommunizieren, um voneinander zu profitieren.

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