Hessische Waldarbeitsmeisterschaft 2013 in Lohfelden

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Bäume entasten im Rekordtempo: Beim Dorffest in Vollmarshausen lieferten Waldarbeiter schon mal einen Vorgeschmack auf die Titelkämpfe, die im kommenden Jahr in Lohfelden stattfinden werden.

Lohfelden. Waldarbeiter haben einen schweren Beruf, das ist vielen bekannt. Dass sich Waldarbeiter in Meisterschaften messen, das wissen hingegen nur Szenekenner. Die nächste Hessische Waldarbeitsmeisterschaft wird im kommenden Jahr erstmalig in Lohfelden stattfinden.

Mit dem Gelände rund um den Löwenhof glauben die Veranstalter, die passende Wettkampfstätte gefunden zu haben. Dort werden am 24. und 25. August 2013 die besten Motorsägen-Athleten Hessens und benachbarter Bundesländer lautstark ihre Wettbewerbe austragen.

„Diese Veranstaltung ist für unsere Region absolut ungewöhnlich“, sagte Heike Klein von der Gemeindeverwaltung. Mit der Meisterschaftsidee stieß sie im Rathaus, bei Bürgermeister Michael Reuter und Bauhofleiter Uwe Müller, schnell auf Gegenliebe.

Waldarbeiter stehen bei Wind und Wetter in der Natur, um Bäume zu fällen und zu zerteilen. Ihr Job ist anstrengend und gefährlich. Die Motorsäge ist das wichtigste Werkzeug, sie ist zehn Kilogramm schwer, 120 Zentimeter lang und so laut wie ein startendes Flugzeug.

Geschwindigkeit und Präzision

Schwerpunkt im sportlichen Wettkampf sind Geschwindigkeit und Präzision. Aber über allem steht die Sicherheit, wie bei der täglichen Arbeit im Wald auch.

Die Besucher erwartet auf dem Löwenhof eine Veranstaltung mit Eventcharakter: Die ausgetragenen Disziplinen sind Zielfällen, Präzisions- und Kombinationsschnitt und Entasten sowie Kettenwechsel.

Besonders spektakulär ist das Zielfällen, bei dem 15 Meter hohe Baumstämme nur wenige Meter von den Zuschauern entfernt auf den Boden krachen. Auch das Entasten ist sehenswert: Die besten Athleten schaffen es in weniger als 18 Sekunden, einen liegenden Baumstamm von 30 Ästen zu befreien.

Wie schnell das geht, zeigte ein Team aus Nordhessen während einer spannenden Einlage beim Dorffest in Vollmarshausen: Die beiden „Waldarbeiter“ – ausgebildete Forstwirte – gingen mit der Motorsäge um wie Chirurgen mit dem Skalpell. Wenn es um Wettkämpfe geht, werden sie zu Athleten und ihre Arbeitswerkzeuge zu Sportgeräten.

Schon zuvor war das Publikum aus dem Staunen nicht herausgekommen, als Teammitglieder im Highspeed-Tempo die Ketten ihrer Motorsäge wechselten. Die Vorführungen in Vollmarshausen machten schon mal Lust auf die bevorstehende Landesmeisterschaft im kommenden Jahr.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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