Ministerpräsident Volker Bouffier sprach bei CDU-Wahlkampfauftritt ausführlich über Energiepolitik

Bei Atom-Debatte „vernünftig bleiben“

Unterstützung im Kommunalwahlkampf: Baunatals CDU-Chef Andreas Mock (links) und Kreisvorsitzender Frank Williges (rechts) freuten sich gemeinsam mit den Parteifreunden über den Besuch des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier im Sportstudio Umbach. Foto: Kühling

Baunatal. Die Ereignisse in Japan mit einem berstenden Atommeiler wollte Volker Bouffier nicht außen vor lassen. Auch wenn es sich bei der Veranstaltung im Sportstudio Umbach in Großenritte um einen Auftritt der CDU zur Kommunalwahl handelte. Der hessische Ministerpräsident mahnte dazu, in der Kraftwerkdiskussion in Deutschland „vernünftig zu bleiben“. Hier sei die Situation eine andere als in Japan, sagte er vor etwa 60 Gästen.

Bouffier pendelt derzeit zwischen Wiesbaden und Berlin, verhandelt mit den Kollegen der anderen Bundesländer und Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Laufzeit der Atomanlagen. „Die Kernkraftwerke, die wir in diesem Land haben, sind sicher“, sagte Bouffier. Dennoch müsse man alle Anlagen jetzt auf die Sicherheitslage neu untersuchen. Das gelte auch für die Blöcke im hessischen Kraftwerk Biblis. Die Plakate „Jetzt abschalten“ vom politischen Gegner brächten gar nichts, sagte Bouffier. „Eine Stadt wie Baunatal lebt davon, dass das VW-Werk rund um die Uhr Energie bekommt.“

Bouffier kam nach ausführlicher Bewertung der Energiepolitik zu den Erfolgen von fast zwölf Jahren christdemokratischer Landespolitik. „Nordhessen ist eine Boomregion geworden“, sagte er und machte das etwa am Lehrstellenmarkt fest. „Wir haben in Hessen mehr Ausbildungsplätze als Bewerber, das hat es auch noch nie gegeben.“

Gegen Einheitsschulen sprach sich der CDU-Landeschef aus, für die Schuldenbremse im Land ab 2020 und für die Unterstützung des Ehrenamtes. Und – zurück zur Debatte über die Kernkraft – der Ministerpräsident kündigte einen Energiegipfel für Hessen nach der Kommunalwahl an. Bouffiers Grundsatz: „Besonnenheit, Klarheit und weniger Geschwätz.“

Von Sven Kühling

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