SPD will sich nächste Woche äußern

Bürgermeisterwahl in Vellmar: Auch CDU-Mann Stöter im Spiel

Noch alles offen: Am 25. Mai wird sich entscheiden, wer für die nächsten sechs Jahre das Sagen im Vellmarer Rathaus haben wird. Foto: Wewetzer

Vellmar. Die Gerüchteküche in Vellmar brodelt, wenn es um Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 25. Mai geht, zu der ja Amtsinhaber Dirk Stochla (SPD) nicht mehr antritt. Denn viel Zeit ist nicht mehr, um sich zu entscheiden. Bis zum 19. März müssen die Wahlvorschläge im Rathaus eingegangen sein.

Probleme dürften da gerade externe Bewerber bekommen, die sich in relativ kurzer Zeit mit den nicht gerade einfachen Vellmarer Verhältnissen vertraut und sich selbst bekannt machen müssen. Das gilt in erster Linie für die Grünen, die angekündigt haben, möglicherweise auf einen auswärtigen Bewerber aus Südhessen zu setzen.

Aber auch die Vellmarer Christdemokraten sollen nach HNA-Informationen nicht ausgeschlossen haben, möglicherweise einen Externen ins Rennen zu schicken. Bislang ist offiziell nur so viel klar: Gespräche mit potenziellen Kandidaten werden geführt, bestätigte Vorsitzende Elvira Ziegler.

„Ich freue mich, dass mein Name in Vellmar genannt wird.“

Und heute haben sich die Vorzeichen geändert, Stöters Chancen wären deutlich höher. „Ich freue mich, dass mein Name in Vellmar genannt wird“, sagte der Christdemokrat auf HNA-Anfrage. „Aber ich will der Entscheidung meiner Partei nicht vorgreifen.“

Stöters Kandidatur wäre nicht ganz unproblematisch, denn der Pragmatiker ist innerhalb der CDU nicht unumstritten. Dass er und Fraktionschef Dr. Burkard Müller nicht die besten Freunde sind, ist bekannt. In Erinnerung ist noch, dass Stöter im Wahlkampf gegen Stochla zum Teil nur halbherzig von seinen Parteifreunden unterstützt wurde.

Michael Stöter

Bleibt die SPD. Fraktionschef Hans Georg Trust hatte angekündigt, zwei Kandidaten aus der Fraktion seien im Gespräch. Aber man schaue sich auch darüber hinaus nach Bewerbern um, hieß es jetzt. „Wir werden definitiv nächste Woche eine Information an die Presse geben“, sagte der Sozialdemokrat unserer Zeitung. Die HNA hatte die Namen des Vellmarer SPD-Chefs Walter Brück und des SPD-Stadtverordneten Manfred Ludewig - Kämmerer in Fuldatal - ins Spiel für den engeren Kreis der Kandidaten gebracht. „Reine Spekulation“, wiegelte Brück ab.

Schwerer Job

Aber egal wer in Vellmar antritt: Alle hätten mit einem Problem zu kämpfen, das eine Kandidatur nicht gerade befördern wird: Sie würden im Fall einer Wahl ein schweres Amt übernehmen. Denn angesichts der maroden finanziellen Lage mit einem kalkulierten Fehlbedarf von 1,8 Millionen Euro im Haushalt 2014 wird es schwer sein, Themen für den Wahlkampf zu finden und sich zu profilieren. Und wenn, dürfte es erst einmal nur ein harter Sparkurs sein. Nicht gerade das beste Thema für Wählerstimmen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.