Frühlingsfest des Awo-Kreisverbandes - Ehrungen, Musik und Akrobatik

Auch hier fehlt Nachwuchs

Schon lange dabei: Für 40-jährige Mitgliedschaft in der Awo wurden (von links) Ingrid Flohr (Fuldatal), Gerhard Iske (Kaufungen) und Horst Weigang (Kaufungen) geehrt. Der Bezirksvorsitzende Fred Giesler und der Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt dankten ihnen für ihre Treue. Fotos: Temme/nh

Immenhausen. Der fehlende Nachwuchs im Ehrenamt ist es, der den Mitgliedern der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Kopfzerbrechen bereitet. Dies jedenfalls kam beim Frühlingsfest des Awo-Kreisverbandes Kassel-Land mehrmals zur Sprache. Überwiegend Senioren waren der Einladung in die Immenhäuser Jahnturnhalle gefolgt, wo ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten wurde.

Auch Awo-Bundesvorsitzender Wilhelm Schmidt machte deutlich, wie wichtig das Ehrenamt für den Verband sei. „Die Arbeit, die die Ehrenamtlichen bei uns leisten, könnte der Staat gar nicht finanzieren“, sagte Schmidt. Deshalb müssten sie stets versuchen, auch Neue für ihre Arbeit zu gewinnen, was nur gelingen würde, wenn sie moderner und aufgeschlossener würden.

Dass die Pflichtaufgaben in der Awo nicht ohne die Ehrenamtlichen zu bewältigen seien, darauf wies ebenfalls Kreisvorsitzende Doris Bischoff hin.

„Wir wünschen uns, dass sich auch jüngere Frauen bei uns engagieren, aber das ist heutzutage für sie ja fast unmöglich“, so Bischoff. Wie ernst tatsächlich die aktuelle Lage ist, zeigten die Worte von Bezirksvorsitzenden Fred Giesler: „Es ist so, dass wir beinahe unsere ehrenamtliche Arbeit nicht mehr schaffen - es muss dringend etwas passieren.“

Kritik an Hofgeismar

Über die Vertreter der Stadt Hofgeismar wetterte Alfred Hartenbach, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes, in seiner Ansprache: „Bislang unterstützt die Stadt Hofgeismar unsere Awo-Lernhilfeeinrichtung, doch damit soll jetzt Schluss sein“, so Hartenbach. Da es nur rund 1000 Euro pro Jahr an Hilfe seien, könne er diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Aus Spendengeldern wollten sie nun versuchen, die Einrichtung erst einmal aufrechtzuerhalten.

14 Ehrenamtliche sollten beim Frühlingsfest für ihre langjährige Treue geehrt werden. Leider waren aber nur drei davon zur Feier gekommen: Für jeweils 40-jährige Mitgliedschaft zeichnete Schmidt Horst Weigang, Gerhard Iske und Ingrid Flohr an diesem Nachmittag aus.

Besonders gut kam das Rahmenprogramm bei den Gästen an, die aus 13 Ortsvereinen angereist waren. Zu den bekannten Melodien des Immenhäuser Volkschors/Frauenchors wurde ohne Aufforderung lautstark mitgesungen, die Turnerriege bekam für ihre sehenswerte Akrobatik jede Menge Applaus, und der Musikverein Immenhausen traf natürlich auch mal wieder den Geschmack des Publikums. (zta/nh)

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