Niedervellmarer Seelsorgerin Maike Westhelle wird am 15. April verabschiedet

Auch die letzte Pfarrerin geht

Verlässt Vellmar: Am 29. April endet für Maike Westhelle die Zeit als Niedervellmarer Gemeindepfarrerin. Dann wird sich die 36-Jährige ihrer Promotion widmen und vielleicht auch wieder Zeit für ihre Hobbys wie Radfahren und Lesen haben. Foto: Brandau

Vellmar. Die Konfirmation ist für junge Menschen ein besonderer Tag, weil sie durch den Segen Gottes in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden. In diesem Jahr stellt der Konfirmationstag für die ganze Niedervellmarer Kirchengemeinde ein außergewöhnliches Ereignis dar, denn am 29. April wird Maike Westhelle als Gemeindepfarrerin zum letzten Mal auf der Kanzel stehen und zu den Gottesdienstbesuchern sprechen.

„Ich verlasse eine wunderbare Gemeinde, die mir sehr ans Herz gewachsen ist“, erklärt die junge Seelsorgerin. In Niedervellmar sei man sehr eigeninitiativ und könne ganz viel bewegen, auch weil die Kirche über drei gute Lektorinnen verfüge. Die Chöre seien selbstständig und der Kirchenvorstand arbeite hervorragend.

„Für mich war die Kirchengemeinde Niedervellmar immer etwas Besonderes, weil ich als Neuling freundlich und vertrauensvoll aufgenommen wurde. Hier bin ich erst so richtig zur Pfarrerin geworden“, bestätigt die 36-Jährige.

Als sie vor vier Jahren nach Niedervellmar kam, bekam sie eine halbe Pfarrstelle, weil sie gleichzeitig eine Dissertation schreiben wollte. Als dann ihre Kollegin, Pfarrerin Mechtild Hoffmann-Bonas, eine neue Stelle antrat, übernahm Maike Westhelle die ganze Pfarrstelle ihrer Gemeinde. Ihre Pläne bezüglich einer Promotion legte sie zunächst auf Eis.

Als die junge Pfarrerin jetzt das Angebot bekam, im Rahmen einer Forschungsarbeit an einem Marburger Institut ihre Doktorarbeit zu schreiben, sagte sie zu. „Ich habe Lust am wissenschaftlichen Arbeiten und finde mein gewähltes Thema sehr spannend. Mein Ziel ist es, später einmal Vikare oder Kolleginnen auszubilden.“

Den Kontakt nach Vellmar will die sympathische Pfarrerin jedoch nicht abreißen lassen. Neben dem Konfirmationsgottesdienst am 29. April wird sie auf jeden Fall noch im Mai und Juni einige Gottesdienste übernehmen.

„Ich bin zuversichtlich, dass für die Gemeinde möglichst bald ein guter Nachfolger mit einer ganzen Stelle gefunden wird.“ Über die Besetzung der vakanten Stelle entscheidet diesmal Bischof Dr. Martin Hein.

Die offizielle Verabschiedung der letzten Vellmarer Pfarrerin erfolgt am 15. April im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Niedervellmarer Adventskirche durch Dekanin Carmen Jelinek. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr. HINTERGRUND

Von Werner Brandau

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