Ausstellungseröffnung im Rathaus: 140 Jahre Gesangverein und 130 Jahre Friedenskirche – 100 Gäste kamen

Auch ein Stück Dorfgeschichte

Foto-Entdeckungen: Kurt Krug (von links) Pfarrerin Christiane Kupski, Inge Heinze und Reinhard Paar bei der Eröffnung. Musikalisches kam vom Gesangverein: Ingrid Rellig (kleines Bild, von links), Gisela Schüttler, Christa Brunke, Margret Kutzner und Helga Pschik. . Fotos: Hartung

baunatal. „Ich habe ein Hochzeitsfoto von mir und meinem Mann entdeckt“, erzählt Anni Wambach (77) und zeigt auf ein Foto von 1963, auf dem ein Brautpaar zu sehen ist. Die Altenbaunaerin ist ganz aufgeregt, denn sie hat nicht damit gerechnet, dass sie und ihr verstorbener Mann Teil einer Ausstellung sind.

Am Donnerstagabend eröffnete Bürgermeister Manfred Schaub im Foyer des Baunataler Rathauses vor 100 Gästen eine Gemeinschaftsausstellung des Gesangvereins 1871 Altenbauna und der Friedenskirche Altenbauna. Hintergrund sind zwei Geburtstage. Während es die Friedenskirche seit 130 Jahren gibt, blicken die Mitglieder des Gesangvereins auf 140 Jahre gemeinsames musikalisches Interesse zurück. „Wir alle teilen die ständige Bereitschaft, die Tradition des Gesangvereins zu bewahren“, sagt Vorsitzende Gisela Schüttler.

Der Verein wurde 1871 von 48 Männern gegründet. 1958 kam ein gemischter Chor dazu. Im Jahre 1962 mussten die Männer ihre Arbeit aus Mangel an Mitgliedern einstellen. Der gemischte Chor blieb bestehen, und 1974 wurde zusätzlich ein Frauenchor gegründet, der seit 2002 allein besteht, da auch der gemischte Chor mangels männlichen Geschlechts passen musste.

Für die Friedenskirche ist die Ausstellung ein Teil der Geburtstagsfeier. Auf vielen Fotos sind Vergangenheit und Gegenwart der Kirche gegenübergestellt. So sind zum Beispiel alte Hochzeitsfotos, Konfirmanden aus 75 Jahren und aktuelle Gruppen zu sehen.

Elisabeth Ringsleben (Altenbauna) hat ihren Vater und Großvater auf Bildern entdeckt. „Da werden Erinnerungen wach“, sagt die 81-Jährige. Auch Kurt Krug findet die Ausstellung interessant: „Man entdeckt Dinge, die man früher nicht wahrgenommen hat.“ Elisabeth Schmidt (86, Altenbauna) erinnert sich an ihre Jugendzeit im Dorf Altenbauna. Sie war selber 40 Jahre Mitglied im Gesangverein.

Inge Heinze, Vorsitzende des Kirchenvorstands, blickt erfreut in die Runde. „Es ist eine tolle Ausstellung geworden“, sagt sie. Besonders stolz ist sie auf einen alten Opferstock und eine Taufschüssel von 1663, die von der früheren Kapelle, die vorher am Platz der Friedenskirche stand, übrig geblieben sind. Besucher können während der Ausstellung eine 130 Jahre alte Kirchenbank zugunsten der Renovierung der Friedenskirche ersteigern.

Die Ausstellung ist bis zum 16. September zu sehen.

Von Tina Hartung

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