Vellmarer Verein Rat und Tat feiert Jubiläum – Sponsoren nötig, um Arbeit fortzusetzen

Auch in Zukunft will man helfen

Ehrenamtlicher Einsatz: Alfred Scherlies, Auslandsbeauftragter des Vereins. Archivfoto: Kisling/nh

Vellmar. Der Vellmarer Verein Rat und Tat, der sich für Wirtschaftsethik im ehemaligen Ostpreußen einsetzt und mit Beratungsarbeit und Fortbildungen vor Ort aktiv die Entwicklung der Agrarentwicklung im heutigen Polen und Russland fördert, feiert seinen zehnten Geburtstag.

Anlässlich des kleinen Jubiläums wurde die Vellmarer Hilfsorganisation zu einer Feierstunde am Samstag, 10. September, von der Agraruniversität Pollesk eingeladen, das Fest vor Ort in Russland auszurichten. „Das Angebot hat uns gefreut und wir nehmen es dankbar an“, teilte der Vellmarer Alfred Scherlies, Auslandsbeauftragter des Vereins, mit. Auch Gäste aus Deutschland und Nordhessen werden zu dem Fest erwartet.

Doch in Russland gibt es nicht nur etwas zu feiern, denn Rat und Tat sieht sich nach erfolgreichen letzten Jahren nun mit Finanzproblemen konfrontiert. Es fehle an Sponsoren, teilte Scherlies mit. Ein Startkapital der Ostpreußischen Landgesellschaft in Höhe von 25 000 Euro ist aufgebraucht und eine siebenjährige Förderung von dem Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck wurde eingestellt.

Zwar arbeiteten die Vereinsmitglieder ehrenamtlich, doch müssen ihnen Reise- und Aufenthaltskosten erstattet werden. Auch müssen vor Ort Dolmetscher bezahlt werden. Diese Kosten kann der Verein nicht mehr alleine tragen. „Wenn wir das Geld nicht aufbringen, müssen wir die Beratungsarbeit einstellen“, stellt Scherlies klar.

Eine Einstellung der Beratungsarbeit würde auch eine Einstellung der Armutsbekämpfung vor Ort und eine fehlende Qualitätsverbesserung der landwirtschaftlichen Produktion bedeuten. Als Ausweg vor dem finanziellen Kollaps will sich Rat und Tat der Spender- und Sponsorensuche intensiv widmen. (ptk)

Kontakt: Alfred Scherlies, Telefon 05 61/82 48 30.

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