Auch zweite Betonbrücke gesperrt: Dänische Firma lieferte defekte Platten

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Niestetal. In Sandershausen ist am Freitag auch die zweite Brücke aus Ultra-Hochleistungsbeton wegen gravierender Schäden gesperrt worden.

Kommentar

Auch Image hat Risse - Peter Ketteritzsch über den Superbeton

Man sei dem Rat des von der Gemeinde beauftragten Statikers gefolgt, der die Brücke „Auf der Bleiche“ unter die Lupe genommen hatte, erklärte Rathaussprecher Dennis Bachmann.

Er bestätigte auf HNA-Anfrage, dass die schadhaften Platten aus dem Spezialbeton, die bis zu drei Zentimeter durchhängen, von einer Firma in Dänemark an den eigentlichen Hersteller der Brücke, die Firma Stahlbau Lamparter in Kaufungen, geliefert worden seien. Von dem Unternehmen war am Freitag trotz mehrfacher Anfragen keine Stellungnahme zu erhalten.

Bei der Gemeinde Niestetal konnte man am Freitag keine Einzelheiten zu der Ausschreibung für die beiden Bauwerke nennen. Entsprechende Angaben dazu will die Gemeinde in der kommenden Woche machen.

Unterdessen hat der Baustoffexperte Prof. Dr. Ekkehard Fehling, der an der Universität Kassel einen ultrahochfesten Beton mitentwickelt hat, der Gemeinde Niestetal die Unterstützung der Hochschule bei der Suche nach den Ursachen für die Schäden angeboten. Er unterstrich gestern noch einmal, dass die Universität Kassel mit den maroden Brücken in Niestetal nichts zu tun habe.

Rathaussprecher Bachmann erklärte, dass zwei andere Fußgängerbrücken, bei denen Spezialbeton der Universität Kassel verwendet wurde, intakt seien.

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