Abschlussabend an der Wilhelm-Leuschner-Schule

Auftreten wie die Profis: Young Americans in Niestetal

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Sieht gut aus und klingt gut: Die Wilhelm-Leuschner-Schülerinnen haben ihr erstes Stück bereits nach kurzer Zeit einstudiert. Einige Young Americans machen beim Üben in der Gruppe mit.

Niestetal. Überall auf dem Gelände finden sich Schülergruppen zusammen. Einige der 40 Young Americans aus Südkalifornien machen in den Gruppen mit, einer der 18- bis 23-Jährigen steht als Chorleiter jeweils davor. Erst hören die Schüler zu, dann machen sie gleich mit: Sie singen, tanzen und haben Spaß.

Ab und zu kommt ein weiterer Student des „Young Americans College of the Performing Arts“ aus Corona vorbei und zeigt an, wann sich alle in der Turnhalle der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) zur gemeinsamen Probe treffen. Noch drei Minuten, kein Problem, alle sind bereit.

180 Schüler hatten sich für den Workshop der Young Americans angemeldet, der seit 2005 zum dritten Mal an der Integrierten Gesamtschule des Landkreises Kassel in Heiligenrode stattfindet. Nach der mitreißenden Eröffnungsshow der Gruppe waren es schließlich 197 Teilnehmer, auch einige Grundschüler aus der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule sind stets dabei.

Kirsti Wilhelm (23) ist „Company Manager“ der drei Monate dauernden Tour durch Europa. Sie stammt aus Springfield, der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Illinois. „Die Young Americans gibt es seit 51 Jahren. Ich liebe es, zu tanzen“, erklärt sie auf Englisch und erzählt, dass sie später Ernährungsberaterin werden möchte.

Andere der College-Studenten, die aus den USA und aus Großbritannien, Australien, den Niederlanden, Polen, Estland, Japan und Deutschland stammen, wollen weiterhin auftreten oder Musik und Tanz unterrichten, sagt sie.

Lea Sander stammt aus Essen. Sie lernte dort an ihrer Schule die Arbeit der Young Americans kennen. „Ich wollte nach dem Abitur ein Auslandsjahr einlegen und dann Gesang studieren“, berichtet sie. Nach neun Monaten Ausbildung in Kalifornien reist sie nun mit und schläft wie die anderen in Gastfamilen.

Young Americans trainieren mit  Wilhelm-Leuschner-Schülern

Bettina Köhler koordiniert als Mitglied der Schulleitung der Wilhelm-Leuschner-Schule die Zusammenarbeit mit den Young Americans. „Es tut den Schülern gut. Sie nehmen Motivation und Lebensfreude mit“, sagt sie. Die Schulleiterin Ana Viehmann freut sich besonders auf den Abschlussabend, der heute ab 19.30 auf in der Turnhalle stattfindet. „Wir sind durch unsere Theaterarbeit und weitere Projekte bereits auf dem Weg zur Kultur-Schule“, erläutert sie.

Von Bettina Wienecke

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