Hohenkirchen: Auch die Innensanierung der evangelischen Kirche wird teurer als ursprünglich gedacht

Aufzug als erste finanzielle Hürde

Sie planen die Renovierung der Kirche: Karl-Heinz Kurzeknabe (von links), Marga Röder, Klaus Oertel, Wulf-Horst Stamm und Pfarrer Holger Hermann im Chorraum des Gotteshauses. Der Taufstein (links im Vordergrund) soll versetzt werden. Fotos: Dilling

Espenau. Vor einem Jahr ist der Förderkreis der evangelischen Kirche Hohenkirchen angetreten, um die Sanierung des Gotteshauses voranzubringen und älteren oder gehbehinderten Menschen den Zugang zu den Gottesdiensten mit einem Aufzug zu erleichtern. Für die sind die steilen Treppen eine fast unüberwindliche Hürde.

Doch das Projekt gestaltet sich noch komplizierter als gedacht. Es fehlt an Geld. Dabei war der Förderkreis mit großem Elan gestartet. „Wir hatten schon genügend Leute zusammen, um die Kirche in Eigenleistung von innen zu streichen. Auch ein Gerüst hatten wir schon organisiert“, berichtet Wulf-Horst Stamm vom Förderkreis, der inzwischen auf 42 Mitglieder angewachsen ist. Doch das Landeskirchenamt machte einen Strich durch die Rechnung. Man habe seitens der kirchlichen Bauverwaltung „eine klare Warnung“ ausgesprochen, bestätigt deren Pressesprecher Pfarrer Roland Kupski. Das Amt unterstütze prinzipiell das Eigenengagement der Gemeinde. Aber in Hohenkirchen gebe es technische Probleme. „Man muss dort mit Spezialputzen arbeiten“, erläutert er. Immerhin hat sich herausgestellt, dass die unter dem Anstrich liegenden Farbschichten aus denkmalschützerischer Sicht nicht restauriert werden müssen. Das hätte die Innenrenovierung, die an die 200 000 Euro kosten kann, nochmals verteuert.

Der Förderkreis, der noch Mitglieder sucht, soll jetzt auf Wunsch des Landeskirchenamts ein Gesamtkonzept für die Renovierung ausarbeiten. Da seien auch neue Ideen gefragt, sagt Karl-Heinz Kurzeknabe vom Förderkreis. Die Zeit drängt, denn bis 2013 muss mit dem Projekt begonnen worden sein. Sonst droht der Verlust von Zuschüssen.

Geld fehlt an allen Ecken und Enden. 13 000 Euro hat der Förderkreis bisher an Spenden gesammelt. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Allein der Aufzug, der am Heimatmuseum gebaut werden soll, koste zwischen 35 000 und 40 000 Euro, sagt Stamm. Dennoch wolle man diesen nächstes Jahr unbedingt errichten. Zuschüsse gibt es dafür nicht. Espenau hat wegen leerer Gemeindekassen abgewinkt. Bei der Zuwegung soll es aber Unterstützung geben.

Spendenkonto Kirchenkreisamt Hofgeismar, KTN 2000105 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) Kassel, BLZ 52060410, Stichwort: Hohenkirchen Förderkreis Kirche.

Von Peter Dilling

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