Verwaltungsmitarbeiter der Bereitschaftspolizei kümmern sich um Beamte und Angestellte gleichermaßen

Von der Ausbildung bis zur Rente

Arbeiten im Hintergrund: Gleichstellungsbeauftragte Sandra Seidel (von links im Uhrzeigersinn), Leiter Sachbereich Personal Torsten Frischkorn, Angestellte Christiane Distler, Christin Hagemann und Melanie Baldewein. Foto: Schräer

Fuldatal. Anders als die Vollzugsbeamten in den Hundertschaften stehen die Angestellten der Direktion Bundesbereitschaftspolizei in Fuldatal nicht in vorderster Linie. Aber sie unterstützen bei Einsätzen als Arzt, Sanitäter, Koch, Küchenhilfe oder auch Kraftfahrer die Polizisten.

In der Direktion mit den zehn Abteilungen im ganzen Bundesgebiet gebe es insgesamt 680 Tarifbeschäftigte, sagt Christin Hagemann. Die Diplom-Verwaltungswirtin kümmert sich als Verwaltungsbeamtin von Fuldatal aus um deren Belange. Personalwesen, die Bereiche Liegenschaft und Gebäude, die Finanzen oder die juristische Abteilung, die auch bei internen Streitfällen aktiv wird – ohne die Verwaltungsangestellten würde die größte Direktion der Bundespolizei nicht funktionieren. Schließlich kümmern sie sich von der Einstellung bis zu Pension oder Rente um alle 6400 Mitarbeiter, wie Torsten Frischkorn, Leiter Sachbereich Personal, sagt.

Große Fluktuation

200 bis 300 Beamte werden jedes Jahr bei der Direktion eingestellt. Im gleichen Zeitraum gehen 150 Mitarbeiter in den Ruhestand. Hinzu komme eine relativ große Fluktuation, da man viele Berufsanfänger einstelle, die nach einigen Jahren auf andere Stellen im ganzen Land wechseln. Frischkorn: „Das ist das Schöne an der Bundespolizei.“

Ein halbes Jahr Probezeit gebe es für Tarifbeschäftigte, drei Jahre sind es bei den Beamten, ehe diese auf Lebenszeit in den Staatsdienst übernommen werden, sagt Angestellte Melanie Baldewein. Charakterliche, gesundheitliche und fachliche Eignung vorausgesetzt. Bei den Vollzugsbeamten spielen auch Sport- sowie Schießleistung eine Rolle. Insgesamt 80 Auszubildende in acht Berufen hat die Direktion. Am Standort Fuldatal sind es zehn in drei Ausbildungsjahren zur Verwaltungsfachangestellten.

Voraussetzung sei ein guter Realschulabschluss, sagt Christiane Distler, die die Azubis betreut. Wichtiges Thema für Beamte und Angestellte gleichermaßen sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, betont Sandra Seidel, Gleichstellungsbeauftragte für die Direktion.

Und: „Im Angestelltenbereich müssten wir etwas für die Männer tun, im Vollzugsbereich für die Frauen.“

Zwar gebe es auch dort klare Vereinbarungen, in Teilen kollidiere aber der gesetzliche Auftrag mit den Familienpflichten. Dies weiß die zweifache Mutter aus eigener Erfahrung, die vor ihrer Freistellung Polizistin im Vollzugsdienst war.

In der nächsten Folge unserer Serie stellen wir einen der ersten Piloten der Fliegerstaffel vor.

Von Michael Schräer

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