"Schandfleck" an der Melsunger Straße

Ausgebranntes Geschäftsgebäude in Dörnhagen wird abgerissen

Fuldabrück. Lange müssen die Bewohner und Besucher von Dörnhagen den Anblick des Schandflecks an der Melsunger Straße nicht mehr ertragen: Der Abriss des im Juni 2010 ausgebrannten Geschäftsgebäudes hat begonnen.

„Ich bin sehr froh, dass die Arbeiten jetzt endlich angefangen haben und der Schandfleck wegkommt“, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Was nach dem Abriss mit dem Grundstück passiert, wisse man noch nicht. „Das Thema wird uns auf jeden Fall noch länger beschäftigen“, so der Rathauschef.

Viele Monate reagierte der Eigentümer des Grundstücks weder auf Anrufe noch auf Briefe zum Thema Abriss. Deshalb wandte sich die Gemeinde an das Regierungspräsidium (RP).

„Wir haben angeordnet, dass der Eigentümer unverzüglich mit dem Abriss beginnen soll und ihm eine Frist bis zum 20. Dezember gesetzt“, sagt Michael Conrad, Pressesprecher des RP. „Wenn der Eigentümer dann die Nachweise einreicht, dass das Gebäude sachgemäß abgerissen und die Baustoffe aufgeräumt wurden, hat sich der Fall für uns erledigt.“ Den Schandfleck als nicht genehmigte Abfalldeponie einstufen zu lassen, wäre der nächste Schritt, falls sich der Abriss weiter verzögern würde, so Conrad.

Zeitgleich hat die Gemeinde noch einmal versucht, den Eigentümer persönlich zu erreichen – diesmal mit Erfolg.

„Ich habe dem Besitzer erneut meine Hilfe angeboten“, sagte der Bürgermeister. Außerdem habe er mit dem Eigentümer über die Konsequenzen gesprochen, die das Regierungspräsidium im Falle einer weiteren Verzögerung des Abrisses eingeleitet hätte. Das hat ganz offensichtlich gewirkt: Kurze Zeit später beauftragte der Besitzer eine Abrissfirma.

Doch der von Einwohnern, Geschäftsleuten und Gemeinde lang ersehnte Schritt bringt auch Probleme mit sich: „Seit der Abriss begonnen hat, bekomme ich Beschwerdebriefe“, sagt Lengemann. In denen gehe es meistens um den Dreck auf der Straße, der von den Abrissarbeiten verursacht wird. „Wir haben jetzt Baustellenschilder aufgestellt, um den Bereich abzusichern“, sagt der Bürgermeister.

Auch eine Fahrbahn werde noch abgesperrt und eine Ampelanlage aufgebaut. Das sei notwendig, weil der Bagger manchmal von der Fahrbahn aus arbeiten müsse, um an den Schutt heranzukommen.

Die Abrissarbeiten werden noch bis Ende der nächsten Woche dauern.

Von Theresa Ziemann

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