Im Baunataler Rathausfoyer

Teelichter bringen Wärme: Ausstellung  informiert über Bauweise des Passivhauses

Baunatal. Die Kindertagesstätte Leiselfeld ist bereits 2010 auf den Zug der Energiewende aufgesprungen, als der Neubau nahezu als Passivhaus errichtet wurde. Jetzt sollen sich auch die zukünftigen Häuslebauer in Baunatal mit den Vorzügen der energiesparenden Bauweise vertraut machen.

In einer Wanderausstellung vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die jetzt im neuen Foyer des Rathauses besichtigt werden kann, können sich Interessenten an 18 Schautafeln, vier Exponaten und zwei Modellen intensiv über die modernen Gebäudekonzepte informieren.

Sieben Geiger spielten

Bei der Vernissage, die musikalisch von sieben Geigern der Musikschule begleitet wurde, betonte Bürgermeister Manfred Schaub die Bedeutsamkeit der Ausstellung für die angestrebte Energiewende: „Die Bürger zu informieren, ist ein entscheidender Baustein zur Umsetzung der Klimaschutzziele.“

Passivhäuser sind nämlich insbesondere aufgrund ihrer außerordentlichen Wärmedämmung wahre Energiesparer. Eine klassische Gebäudeheizung wird in der Regel nicht benötigt - für eine wohlige Wärme im Wohnzimmer reichen im Winter lediglich zehn Teelichter aus.

Info:

Die Ausstellung ist noch bis zu 19. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Zimmermeister und Gebäudeenergieberater Christoph Hubweber aus Niedenstein teilte mit den Gästen bei der Ausstellungseröffnung seine Erfahrungen über die moderne Bauweise und räumte mit dem ein oder anderen Gerücht auf. „Viele glauben, dass man die Fenster nicht öffnen darf - das stimmt aber nicht.“ Es sei einfach nicht nötig, da eine kontrollierte Wohnraumlüftung für ausreichende Frischluft sorge.

Die zahlreichen Schautafeln halten jedoch nicht nur für künftige Bauherren Informationen bereit, sondern geben auch Auskunft darüber, wie ein Altbau mit Passivhaus-Komponenten zum Energiesparhaus werden kann. Zudem erhalten die Interessenten unter anderem Antworten darauf, wie Wärmebrücken, also thermische Schwachstellen in der Gebäudehülle, vermieden werden können, warum Luftdichtheit eine entscheidende Rolle beim Passivhausbau spielt und warum Fensterlüftung allein nicht für eine gute Raumluft sorgen kann.

Von Carolin Hartung

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