Wagen wird erst heute geborgen

Porsche stürzte in die Fulda: Insassen retteten sich

Fuldatal. Ein schwarzer Porsche 911 ist am Donnerstag gegen 14.30 Uhr in die Fulda gestürzt. Der Unfall passierte an der B3 zwischen Fuldatal-Wahnhausen und dem Abzweig Knickhagen.

Alles geht rasend schnell, als sich der schwarze Porsche 911 Cabrio am Donnerstag um 14.30 Uhr auf der rutschigen B 3 hinter Wahnhausen der alten Schleuse von Speele nähert. In Höhe des Staufenberger Ortsteils bricht plötzlich das Heck des Sportwagens aus, der Porsche wird von der Leitplanke in die Luft katapultiert, streift die Spitzen der Bäume, schlägt an der Uferböschung auf und rutscht in die Fulda. Innerhalb weniger Sekunden versinkt der teure Wagen im Strom. Das ergeben später die Ermittlungen der Polizei.

Aktualisiert um 19 Uhr.

Die Verunglückten - ein 29-Jähriger aus Baunatal und ein 23-Jähriger aus Kassel - kommen mit dem Schrecken davon. Mit Verdacht auf Unterkühlung werden sie in ein Kasseler Krankenhaus transportiert. Dass es nicht schlimmer kam, lag vermutlich daran, dass sich das Stoffverdeck des Cabrios schnell öffnen ließ.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 29-Jährige auf regennasser Fahrbahn vermutlich erheblich zu schnell unterwegs. Nach Auskunft der ebenfalls an der Unglücksstelle eingesetzten Beamten der Wasserschutzpolizei Kassel war der Sportwagen nach dem Unfall von der Wasseroberfläche aus nicht mehr zu sehen. Wo genau das Auto am Grund liegt, ist noch unklar. Denn die Strömung könnte dafür gesorgt haben, dass das Fahrzeug inzwischen flussabwärts Richtung Hann. Münden abgetrieben ist.

Fotos von den Bergungsarbeiten

Porsche versank in der Fulda

Wegen des schlechten Wetters und der einbrechenden Dunkelheit wurde die Suche am Unfallort gestern Abend abgebrochen. Angeforderte Taucher der Berufsfeuerwehr Kassel kamen nicht mehr zum Einsatz. Ein spezielles, mit einem Sonargerät ausgestattetes Boot der Polizei aus Südhessen, das unter anderem auch bei der Bombensuche eingesetzt wird, soll laut Polizeisprecher Torsten Werner heute am frühen Mittag an der Fulda eintreffen, um den gesunkenen Porsche zu orten. Obwohl dessen Karosserie laut Polizei zum Teil aus Glasfaser besteht, sei man zuversichtlich den Sportwagen zu finden und bergen zu können. Zur Schadenshöhe gab es gestern noch keine Angaben.

Von Stefan Wewetzer

Rubriklistenbild: © HNA/Ziemann

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